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Potsdam Studierendenvertreter kritisieren Einladung der AfD zum Neujahrsempfang
Lokales Potsdam Studierendenvertreter kritisieren Einladung der AfD zum Neujahrsempfang
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16:31 14.01.2020
Schon 2018 protestierten Studierende gegen die Einladung der AfD durch Uni-Präsident Günther. Quelle: Rüdiger Braun
Potsdam

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) kritisiert die Einladung der AfD zum Neujahrsempfang der Universität Potsdam. Uni-Präsident Oliver Günther schade damit dem Wissenschaftsstandort Potsdam. Die Uni müsse „mehr Rückgrat gegen rechts zeigen und sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Rechtsruck auseinandersetzen“, erklärte der Asta am Dienstag. Jonathan Wiegers, hochschulpolitischer Sprecher: „Die Universität zwinkert nicht nur dem rückwärtsgewandten völkisch-nationalen Flügel zu.“ Sie gebe auch den wissenschaftsfeindlichen Standpunkten vieler AfD-Politiker ein Forum. „Die leugnen den menschengemachten Klimawandel und die Diversität von Geschlechtern. Und sie deuten statistische Daten für ihre Propagandazwecke um.“

„Nicht nur mit denen reden, mit denen man sich einig ist“

Günther hat die AfD schon mehrfach zu Neujahrsempfängen eingeladen. Es bringe nichts, nur mit denen zu reden, mit denen man sich im Grundsatz einig sei, begründete er seine Einladung an alle im Landtag vertretenen Fraktionen bereits 2018. Er habe „nichts, aber auch gar nichts gemein“ mit den Positionen der AfD, sagte das langjährige SPD-Mitglied damals.

Der AStA verweist auf die Entwicklungen im Jahr 2019: den Mord an Walter Lübcke, die antisemitisch motivierten Morde von Halle und die Enttarnung von Rechtsradikalen in Polizei und Bundeswehr. Angesichts dieser Ereignisse und der aufgedeckten Verbindungen von Andreas Kalbitz zu rechtsradikalen Organisationen sei es unangemessen, die AfD einzuladen.

Von MAZonline

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