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Potsdam Plenarsaal: Land lässt Potsdam abblitzen
Lokales Potsdam Plenarsaal: Land lässt Potsdam abblitzen
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14:35 13.01.2020
Der Plenarsaaal des Landtags steht für Potsdams Stadtverordnete nicht zur Verfügung. Quelle: ZB
Innenstadt

Der Plenarsaal des Landtages steht nicht für Sitzungen der Potsdamer Stadtverordneten zur Verfügung. Das hat eine Anfrage der Stadtverwaltung ergeben.

„Eine Nachfrage beim Landtag Brandenburg hat ergeben, dass der Plenarsaal des Landtages unter keinen Voraussetzungen für die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam nutzbar ist“, teilte das Rathaus am Montag auf Anfrage von Andreas Menzel (BVB/Freie Wähler) mit.

Wie berichtet, sucht die Verwaltung dringend nach einer alternativen Tagungsstätte, weil der Sitzungssaal im Potsdamer Rathaus zu klein und sanierungsbedürftig ist.

Offen ist im Zusammenhang mit der Kompletterneuerung des Rathaus-Campus, ob die Stadtverordneten danach wieder in den denkmalgeschützten Saal zurück ziehen, oder ob ihnen ein neuer Plenarsaal gebaut wird. Eine Option ist die Überdachung und der Ausbau des Rathaus-Innenhofs.

Das IHK-Gebäude an der Breiten Straße könnte zeitweise Tagungsstätte für Potsdams Stadtverordnete werden. Quelle: IHK

Verhandlungen laufen nach MAZ-Informationen mit der Industrie- und Handelskammer (IHK), die den Stadtverordneten übergangsweise ihren hochmodernen „Havelsaal“ im IHK-Gebäude an der Breiten Straße zur Verfügung stellen könnte.

Ende Oktober hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angekündigt, dass der zentrale Saal der Potsdamer Stadtpolitik eventuell baupolizeilich geschlossen werden müsse. Stadtpräsident Pete Heuer (SPD) schilderte kaum noch tragbare Zustände: „Die Fluchtwege sind teils zugestellt, die Sitzmöglichkeiten sind beengt, gerade für Zuschauer. Es ist zu kalt, zu warm, zu stickig.“

Im Restaurant „Zum Kahleberg“, hier ein Bild von 1982, fiel 1989 der Beschluss zum, Abrissstopp in der barocken Innenstadt. Quelle: MAZ/Archiv

Ein Ausweichen auf andere Tagungsorte hat es in der Geschichte der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung immer wieder einmal gegeben. Im Wendeherbst 1989 etwa tagten sie im später abgerissenen Restaurant „Zum Kahleberg“ in Waldstadt II. Zu den bedeutendsten der dort gefassten Beschlüsse zählt der Abrissstopp für die Zweite Barocke Stadterweiterung.

In der alten Rathaus-Kantine, die später für das Karstadt-Parkhaus auf dem Verwaltungscampus abgerissen wurde, fiel 1999 unter anderem die Entscheidung über die Abwicklung der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam.

Wie berichtet, werden aktuell mehrere Varianten für eine Kompletterneuerung des Rathaus-Campus geprüft. Eine Möglichkeit ist der Neubau eines Verwaltungskomplexes auf dem früheren Tram-Depot an der Heinrich-Mann Allee. Vom jetzigen Campus an Hegelallee und Friedrich-Ebert-Straße bliebe nur das Rathaus, der Rest des Geländes könnte nach diesem Denkmodell etwa für Wohnungsbau freigegeben werden.

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Von Volker Oelschläger

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