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Potsdam Synagoge: So könnte sie aussehen
Lokales Potsdam Synagoge: So könnte sie aussehen
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21:14 01.07.2019
Einige der vorgestellten Entwürfe für die Fassade. Quelle: Varvara Smirnova
Innenstadt

Nach jahrelangen hitzigen Debatten zeichnet sich nun endlich ab, wie das Äußere des neuen Synagogen- und Gemeindezentrums in der Schloßstraße 1 hinter dem Filmmuseum aussehen könnte. Der Kreis der Favoriten-Entwürfe aus der Feder des Synagogenarchitekten Jost Haberland ist am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

In einem ersten Schritt geht es um den Baukörper samt den dazugehörigen Öffnungen, zum Beispiel Fenster, Türen, Durchbrüche. Noch diese Woche werden die Jüdische Gemeinde und die Synagogengemeinde mit ihren Vorständen endgültig darüber entscheiden.

Besucher begutachten die Entwürfe. Quelle: Varvara Smirnova

Als nächster und zugleich letzter Schritt wird bis zum November über die stilistischen Aspekte der Fassade befunden, etwa über die Wahl der Materialien oder die Form der Fenster. Dies erklärte Ud Joffe, Beauftragter der Gemeinden für den Synagogenbau, bei der Präsentation der Entwürfe in den Gemeinderäumen in der ehemaligen Alten Feuerwache in der Werner-Seelenbinder-Straße.

Damit wäre dann endlich die letzte Leerstelle in der langen Diskussion um das Aussehen der Synagoge geklärt. Die inhaltlichen Auseinandersetzungen waren über weite Strecken von großer Schärfe geprägt – was nicht zuletzt auch in dem 2011 verhängten Synagogen-Baustopp mündete. Nun ist der Gordische Knoten – beinahe – zerschlagen.

Ud Joffe, Vorsitzender der Synagogengemeinde. Quelle: VARVARA SMIRNOVA

Doch wie genau könnte sich der stadtbildprägende Bau dem Betrachter präsentieren?

Was feststeht: Das Gebäude wird sich aus zwei quaderförmigen Teilen zusammensetzen; einer von ihnen leicht in den Straßenraum vorspringend.

Momentan stehen noch vier Baukörper-Varianten zur Auswahl, die unter kurzen, plastischen Namen firmieren. Variante eins ist der sogenannte „Klassiker“: „Zeitlos schön, im Stile von Adolf Loos“, erläuterte Synagogenarchitekt Haberland.

Die „Twist“-Variante zeichnet sich durch eine Fassade aus, die etwas „verdreht“ in den Straßenraum hineinragt. Die dritte Variante – „Schwung“ – nimmt mit ihrer leicht gewölbten Form Bezug auf die Bauhaus-Moderne in Israel. Die letzte Variante namens „Mondrian“ ist kubisch-reduziert und abstrakt.

Bereits im November hatten Kulturministerin Martina Münch (SPD) sowie Ud Joffe für die Synagogengemeinde und Mikhail Tkach, damals noch Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, eine Vereinbarung über die Errichtung, Trägerschaft und Betreibung für das Zentrum in der Schloßstraße unterzeichnet: Die Jüdische Gemeinde und die Synagogengemeinde werden das Synagogen- und Gemeindezentrum nach seiner Fertigstellung gemeinsam als Israelitischer Kultusgemeindebund Potsdam betreiben.

Synagogenarchitekt Jost Haberland und Evgeni Kutikow, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde. Quelle: VARVARA SMIRNOVA

„Der Kultusgemeindebund befindet sich gerade in Gründung“, sagte Evgeni Kultikow, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, am Montag am Rande der Veranstaltung. Laut den Plänen für das Zentrum wird es einen Veranstaltungssaal mit bis zu 150 Plätzen im Erdgeschoss geben. Der drei Etagen hohe Gebetsraum mit bis zu 300 Plätzen kommt ins erste Obergeschoss. Die Dachterrasse des 17 Meter hohen Gebäudes soll ebenso wie der Saal und eine Cafeteria öffentlich sein.

Baubeginn soll im Herbst 2020 sein; Fertigstellung: Ende 2022. Die auf mindestens acht Millionen Euro geschätzten Baukosten werden vom Land getragen, das sich auch später mit einem jährlich sechsstelligen Betrag an den laufenden Kosten des jüdischen Gemeindezentrums beteiligen wird.

Von Ildiko Röd

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