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Potsdam Peta-Protest: Am Mittwoch tanzt ein Tofu durch Potsdam
Lokales Potsdam

Tofu-Protest in Potsdam: Peta warnt vor Pandemien durch Fleischkonsum und wirbt für veganes Essen

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12:04 27.07.2021
Am Rostocker Universitätsplatz und in der Kröpeliner Straße tanzte der Tofu schon.
Am Rostocker Universitätsplatz und in der Kröpeliner Straße tanzte der Tofu schon. Quelle: Peta Deutschland
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Innenstadt

Die Tierschutzorganisation Peta plant am Mittwoch eine Protestaktion in der Potsdamer Innenstadt. Unter dem Motto „Tofu hat noch nie eine Pandemie verursacht“ will die Organisation auf die „Verbindung zwischen der Tierindustrie und Infektionskrankheiten wie Covid-19 aufmerksam“ machen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Zoonosen nehmen zu

Die Tierschutzprganisation Peta ist für aufsehenerregende Aktionen und schockierende Bilder aus der Fleischindustrie bekannt, doch der Protest in Potsdam setzt auf eine andere Form: Ein tanzender Tofu soll die Potsdamer dem Thema näher bringen.

„Es ist eine logische Konsequenz, dass uns immer wieder Infektionskrankheiten aus dem Tierreich – sogenannte Zoonosen – begegnen. Das ist das Ergebnis des menschlichen Appetits auf Fleisch, Milch und Eier“, so der Peta-Aktionskoordinator Jens Vogt. „Wenn wir nicht auf die Wissenschaft hören und unsere Ernährungsgewohnheiten beibehalten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis uns die nächste Zoonose oder Pandemie heimsucht.“

Der Tofu tanzt am Mittwoch

Unter Zoonosen versteht man das Überspringen von Krankheitserregern, die eigentlich Tiere befallen, auf Menschen, ein bekanntes Beispiel ist die Vogelgrippe. Auch das Coronavirus Sars-CoV-2 wird von führenden Forschern als Zoonose eingestuft.

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„Drei von vier aller neu auftretenden Infektionskrankheiten wurden vom Tier auf den Menschen übertragen, sind also Zoonosen“, schreibt die Tierschutzprganisation. „Als eine der Hauptursachen für deren Entstehung nannte die WHO schon 2004 die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten.“ Der tanzende Tofu wird sich ab 11:15 Uhr am Mittwoch vom Luisenplatz aus in Richtung Brandenburger Tor bewegen.

Von Saskia Kirf