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Potsdam Obduktion beweist: Kein Fremdverschulden im Fall Britney
Lokales Potsdam Obduktion beweist: Kein Fremdverschulden im Fall Britney
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15:48 25.10.2019
Gedenkstätte am Hafen für die tote Britney aus Kenia Quelle: Rainer Schüler
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Bornstedt

Die Tote aus der Havel ist Britney. Wie Markus Nolte als Sprecher der Staatsanwaltschaft von Potsdam am Freitagvormittag der MAZ bestätigte, hat die Gerichtsmedizin die Identität der am Dienstag aus dem Hafen der Weißen Flotte tot geborgenen Person zweifelsfrei bestätigt: Es ist die eine Woche lang gesuchte kenianische Schülerin Britney.

„Es liegt kein Fremdverschulden vor, keine Straftat“, sagte Nolte. „Zu weiteren Auskünften ist die Staatsanwaltschaft nicht befugt.“ Keine Informationen gab es also zur Todesursache, und unbeantwortet blieb die Frage, ob Britney schwimmen konnte. „Für uns als Strafverfolgungsbehörde sind die Ermittlungen beendet“, sagte Nolte der MAZ. Ob trotzdem weiter ermittelt wird zur Frage Unfall oder Suicid, war weder bei der Staatsanwaltschaft noch bei der Polizei zu erfahren.

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Anteilnahme durch Unbekannte an der Gedenkstätte für tote Britney aus Kenia Quelle: Rainer Schüler

Die 15-Jährige war Dienstagmittag vor einer Woche von Zuhause verschwunden und am nächsten Tag als vermisst gemeldet worden. Man suchte sie zwei Tage lang mit Tauchern, einem Helikopter, einer Drohne und einem Spürhund an der Neuen Fahrt, einem Arm der Havel, wo Passanten in den nächtlichen Morgenstunden des Mittwoch persönliche Sachen des Mädchens auf einer kleinen Ufermauer gefunden hatten. Seit Donnerstag voriger Woche wurde nicht mehr vor Ort gesucht; die Ermittlungen konzentrierten sich auf bekannte Kontakte der Afrikanerin.

Noch immer brennen die Kerzen im Gedenken für die tote Britney; und es werden immer mehr Blumen am Ufer der Havel, wo man das Mädchen fand. Quelle: Rainer Schüler

Am Dienstagnachmittag dieser Woche sah dann ein Angler am Hafen eine tote Frau an sich vorübertreiben, die schließlich durch die Feuerwehr aus dem Wasser geborgen wurde. Weil sie die Kleidung der Vermissten trug, galt schon da als sicher, dass es Britney war. Sie hatte noch ihr Handy bei sich; ob das aber auswertbar war, ist noch nicht bekannt.

Von Rainer Schüler

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