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Potsdam Trockenheit in Potsdam: Stadt ruft zum Baumgießen auf
Lokales Potsdam

Trockenheit in Potsdam: Stadt ruft zum Baumgießen auf

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14:13 29.06.2021
Wasser gegen vertrocknete Bäume.
Wasser gegen vertrocknete Bäume. Quelle: Peter Geisler
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Potsdam

Die anhaltende Trockenheit macht sich in Potsdam bemerkbar, die Bäume leiden darunter. Deswegen bittet die Stadt nun alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung bei der Wässerung von Straßenbäumen und Bäumen auf öffentlichen Grünflächen, wie das Rathaus am Dienstag mitteilte.

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Vier bis fünf Wassereimer pro Baumscheibe

Schon 40 bis 50 Liter – vier bis fünf Wassereimer Leitungswasser pro Baumscheibe zweimal wöchentlich - würden einem Baum spürbar helfen. Die Landeshauptstadt bittet die Potsdamerinnen und Potsdamer deshalb um Wässerungsgaben, die gerne auch aus Brauchwasser, zum Beispiel Regenwasser oder Wasser vom Gemüsekochen, bestehen dürfen.

Wenn ein vorheriges Lockern des Bodens möglich ist, verbessere dies die Versickerungsfähigkeit des Bodens, heißt es von der Stadt. Nach dem Gießen unterbreche das Hacken des Bodens die Kapillaren und reduziert die Verdunstung. Während neu gepflanzte Bäume bis zu fünf Jahren von den Pflanzfirmen gewässert werden, bestehe dringender Wässerungsbedarf insbesondere nach diesem Zeitraum für Bäume und Sträucher.

Immer mehr Bäume müssen gefällt werden

„Auch bei uns vor der Haustür macht sich der Klimawandel bemerkbar. Es reicht schon ein Blick aus dem Fenster, um die Auswirkungen des sich verändernden Klimas zu sehen“, sagt Lars Schmäh, kommissarischer Leiter des Fachbereichs Klima, Umwelt und Grünflächen. Die seit Jahren anhaltende extreme Witterung und die damit verbundene Dürre beeinträchtigten zunehmend die Vitalität der Stadtbäume.

Das führe dazu, dass immer mehr Bäume gefällt werden müssen und ihre Lebensdauer sinke. Erst am Montag teilte die Stadt mit, dass 50 Bäume im Volkspark wegen der Trockenheit abgestorben und somit gefällt werden müssen. „Um unsere Stadtbäume unter diesen Bedingungen zu erhalten, müssen sie regelmäßig gegossen werden - eine Mammutaufgabe“, so Schmäh.

Die Mitarbeitenden des Bereiches Grünflächen würden bereits mit allen verfügbaren Kräften wässen. Eingesetzt werden laut Schmäh Wasserwagen, Standrohre und zahlreiche mobile Sprenger. Auch Berufsfeuerwehr und in Potsdams Ortsteilen die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen in Ausnahmesituationen. „Für die ehrenamtlichen Einsätze bedanken wir uns ganz herzlich“, sagt er.

Der vierte Dürresommer in Folge

Laut Stadt ist dieser Sommer der vierte Dürresommer in Folge. Die erheblichen Niederschlagsdefizite würden nicht durch kurze gewittrige Niederschläge aufgewogen und bringen keine wesentliche Entlastung für die Stadtbäume. Nachdem im Winter 2020/21 wohl nur 80 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags fielen, gab es zwar Niederschlagsereignisse im Frühjahr, jedoch liegen die Regenmengen im Juni bei nur circa 10 Prozent des langjährigen Mittels.

Neben den allgegenwärtigen Beeinträchtigungen durch Autoabgase, verdichtete Böden, Hunde-Urin und winterliche Streusalze schwäche der hinzukommende Wassermangel die Bäume zusätzlich und mache sie zudem anfälliger für einen Schädlings- oder Pilzbefall, heißt es aus dem Rathaus. Auch in den vergangenen Jahren hatte das Rathaus die Bürgerinnen und Bürger zum Gießen aufgefordert.

Von MAZonline