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Potsdam Original-Teile der Garnisonkirche gefunden
Lokales Potsdam Original-Teile der Garnisonkirche gefunden
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00:26 10.04.2015
Stadtarchäologin Gundula Christl übergab die Bruchstücke. Quelle: Bernd Gartenschläger
Mitte

Rund 50 Bruchsteine der Garnisonkirche sind am Dienstag an den historischen Standort an der Breiten Straße zurückgekehrt. „Das ist ein Schatz, der uns Vermächtnis und Ermutigung ist, an dem Vorhaben weiterzuarbeiten“, sagte Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand der Stiftung Wiederaufbau Garnisonkirche. „Fotos sind das Eine. An so einem Stein können wir die tatsächliche Dimension des Baus ermessen.“ Nach aktuellen Berechnungen koste der Wiederaufbau des Turms 40,3 Millionen Euro, so Leinemann. „Davon fehlen noch 17 Millionen. Das Glas ist also mehr als halb voll.“

Stadtarchäologin Gundula Christl hat die Artefakte übergeben. „Die Teile dürften weitgehend zur Garnisonkirche gehören“, sagte die Mitarbeiterin der Unteren Denkmalbehörde. Sie wurden Ende Februar auf der Baustelle des neuen Sport- und Freizeitbades am Brauhausberg entdeckt. Mitten im Ziegelschutt, mit dem die Nordflanke des Hügels nach der Sprengung des Gotteshauses 1968 neu modelliert worden war. Bagger hatten in der bis zu zehn Meter tiefen Baugrube Sandsteinblöcke freigelegt. Die bis zu zwei Tonnen schweren Steine, die zum Teil Profilleisten und Farbe aufweisen, sind laut Christl Fragmente des Bauschmucks: „Ich bin mir ziemlich sicher, weil an gleicher Stelle bereits 2005 Sandsteinteile gefunden und eindeutig zugeordnet wurden“.. Damals kamen die Trümmerteile während einer Munitionserkundung ans Licht. Man war dabei aber nur etwa „fünf oder sechs Meter in die Tiefe gegangen“, so Christl.

Neue TV-Dokumentation

Der Film „Geheimnisvolle Orte: Die Potsdamer Garnisonkirche“ ist heute (Mittwoch) erstmals zu sehen – um 19 Uhr in der Nagelkreuzkapelle, Breite Straße. Anschließend beanworten Regisseur Joachim Castan und Historikerin Anke Silomon im Gespräch mit Pfarrerin Cornelia Radeke-Engst Fragen zum Film.

Die Dokumentation zeigt anhand neu aufgefundener Filme und Fotos, wie der „Tag von Potsdam“ 1933 wirklich ablief und welche Rolle die Garnisonkirche dabei spielte. Dreidimensionale Computeranimationen lassen erstmals das originale Bauwerks von 1790 erlebbar werden. Auch die Hintergründe und der Ablauf der Sprengung 1968 werden ausführlich beleuchtet.

Seine Fernsehpremiere erlebt der Film am 14. April um 20.15 Uhr im RBB. Anlass ist der Luftangriff auf Potsdam vor 70 Jahren, bei dem Teile der historischen Innenstadt zerstört wurden.

Die Fundstücke können Vorlagen für den Wiederaufbau sein. Sie werden jetzt untersucht und mit dem virtuellen Aufmaß abgeglichen. Die unterschiedlichen Sandsteinvarietäten geben Auskunft über die Baugeschichte. „Die Farbreste deuten auf die Instandsetzung der Kirche im Jahre 1927 hin“, sagte Thomas Bolze. Der Bauingenieur arbeitet für die Wiederaufbau-Planungsgemeinschaft unter Federführung des renommierten Berliner Büros Hilmer & Sattler Architekten und kümmert sich um die maßstabsgerechte Rekonstruktion der Natursteinfassade. „Auf den ersten Blick finden sich hier Stücke von Balustraden und das Sockelprofil von Säulenbasen“, sagt Bolze, dessen Spezialgebiet die Steintechnik ist.

Die Fragmente lagern auf der Freifläche vor der Nagelkreuzkapelle und können besichtigt werden.

Von Carola Hein

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