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Potsdam Überraschende Terror-Übung legt Verkehr auf Havel lahm
Lokales Potsdam Überraschende Terror-Übung legt Verkehr auf Havel lahm
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18:44 11.07.2019
Eine Spezialeinheit der Landespolizei auf dem Templiner See in Potsdam am Donnerstagmittag. Quelle: Foto: Jörg Carstensen/dpa
Potsdam

+++Update+++Polizeipanne sorgte für Sperrung der Havel. Innenministerium entschuldigt sich bei Schifffahrtsunternehmen Weiße Flotte.+++

Spezialeinheiten der Landespolizei haben am Donnerstagmittag einen Terror-Einsatz auf dem Templiner See geprobt. Die Übung „zur Abwehr einer terroristischen Gefahrenlage mit Geiselnahme“ – so die Bezeichnung in einer Einladung für die Presse – fand vor den Augen der Innenminister der von der SPD geführten deutschen Bundesländer statt. Die Ministerkonferenz auf Einladung von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter fand zur Mittagszeit im Kongresshotel am Templiner See statt.

Keine Information über die Übung im Vorfeld – Dampfer hing fest

Die Übung ist vermutlich gelungen, doch Jan Lehmann ist über die geprobte Gefahrenlage sauer. Der Geschäftsführer des Fahrgastschifffahrtsunternehmens Weiße Flotte wurde erst unmittelbar vor dem Einsatzbeginn um 13 Uhr darüber informiert, dass gleich die Havel auf Höhe des Templiner Sees für alle Wasserfahrzeuge voraussichtlich eine Stunde lang gesperrt werden würde.

MS Königswald ausgebremst

„Das kann man doch nicht einfach machen, ohne uns vorher zu informieren. Wir haben etliche Fahrgäste verloren, die ihre Tickets zurückgegeben haben. Eine Schlösserrundfahrt ist ausgefallen, außerdem saßen die Passagiere der MS Königswald, die aus Werder kam, auf dem Templiner See fest“, ärgert sich Lehmann. Mindestens 80 Gäste hätten gar nicht erst eine Fahrt angetreten.

Die MS „Friedericus Rex“ war für die Übung gechartet worden. An Bord waren die Innenminister sowie die gespielten Geiselnehmer und Geiseln, die von Spezialeinheiten der Landespolizei befreit wurden. Quelle: Jörg Carstensen/dpa

Sogar ein Steg der Weißen Flotte wurde genutzt

Sperrungen sind keine Seltenheit, dennoch werden sie normalerweise weit vorher angekündigt. So hätten wir noch gegebenenfalls auf unseren täglichen Fahrplan Einfluss nehmen können“, sagt er und will sich bei den Fahrgästen und verlorenen Kunden entschuldigen

Üblich sei ein Hinweis auf Sperrungen „eine Woche vorher“, sagt er. in diesem Fall kam der Anruf der Wasserschutzpolizei in dem Moment, als die ,Königwald’ bereits in ihrer Fahrt gestoppt worden war.

„Unsere Rückfragen bei der Wasserschutzpolizei wurden zwar an die zuständigen Stellen im Innenministerium weitergeleitet, dennoch wurde mit uns nicht geredet. Es herrscht großes Schweigen“, sagt Lehmann.

Schon vor zwei Tagen wurden Pressevertreter vom brandenburgischen Innenministerium eingeladen, „die Übung landseitig vom Steg der Weißen Flotte am Kongresshotel“ zu verfolgen.

Von Peter Degener

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