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Potsdam Umbau des Leipziger Dreiecks: Am 29. April geht es los
Lokales Potsdam Umbau des Leipziger Dreiecks: Am 29. April geht es los
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17:15 23.04.2019
Es wird in Potsdam eins der größten Straßenbauprojekte der kommenden Jahre: der Umbau des Leipziger Dreiecks am Hauptbahnhof. Quelle: Lutz Hannemann
Potsdam

Angekündigt war es bereits, nun wird es ernst: Am Montag, 29. April, beginnen die Bauarbeiten am Leipziger Dreieck. Das hat die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Los geht es im ersten Bauabschnitt mit der Anpassung der Friedrich-Engels-Straße für die neue Wendeschleife der Straßenbahnen. Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen. Folgendes kommt laut Stadt auf die Betroffenen zu.

Der gesamte erste Bauabschnitt wird voraussichtlich zwei Jahre dauern, wobei in diesem Jahr zunächst alle vorbereitenden Maßnahmen erfolgen. Dazu gehört unter anderem die Verlängerung der Busspur stadteinwärts, die Errichtung von Ersatzstellplätzen und die Leitungsumverlegungen. 2020 startet dann das Kernstück des Projektes – die Verlegung der Gleistrasse.

Im ersten Bauabschnitt wird zuerst die stadteinwärts führende Busspur im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) bis zur Schlaatzstraße verlängert, um den ÖPNV während der Bauphase zu stärken. Im Anschluss kommt es zu einer ersten Änderung der Verkehrsführung, um einen Schacht der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) im Bereich der Einmündung zur Heinrich-Mann-Allee errichten zu können.

Die Einrichtung der Busspur erfolgt im Abschnitt Friedhofsgasse bis ZOB, als Verlängerung der vorhandenen Busspur im Bereich ZOB. Die neue Busspur verläuft dann im Bereich des derzeitigen Längsparkstreifens. Die dortigen Parkplätze werden verlegt und baulich verbessert.

Im Abschnitt Am Stellwerk bis ZOB wird die Busspur innerhalb des Bereich neben der gekennzeichneten Fahrbahn – die sogenannte Nebenanlage – hergestellt. Für die auf der Nordseite entfallenden Stellplätze werden auf der Südseite Ersatzstellplätze, ebenfalls in der Nebenanlage, hergestellt. Begonnen wird mit der Herstellung der Stellplätze in der Nebenanlage auf der Südseite der Friedrich-Engels-Straße. Anschließend erfolgen die Arbeiten auf der Nordseite. Als Bauzeit dafür sind circa sechs Wochen geplant.

Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich darauf einstellen, dass die Verkehrsführung während der Baumaßnahme mehrfach geändert wird. Der Verkehr rollt dann nicht mehr über mehrere Spuren in einer Richtung, geplant ist in der Regel ein einspuriger Zweirichtungsverkehr.

Radfahrer können entweder auf der Fahrbahn mitfahren oder den Gehweg benutzen, dieser wird entsprechend beschildert. Die Busse können den ZOB weiterhin erreichen. Auch der Straßenbahnverkehr wird trotz der Baumaßnahmen während der gesamten Bauphase mit nur kurzen Einschränkungen (Schienenersatzverkehr) aufrechterhalten.

Die Ampelschaltungen werden angepasst. Der Kreuzungsbereich des Leipziger Dreiecks ist während dieses Bauabschnittes nicht betroffen. Dennoch wird es Beeinträchtigungen für den KFZ-Verkehr in der Friedrich-Engels-Straße geben, die nicht vermeidbar sind. Die Landeshauptstadt bittet um Verständnis und empfiehlt, alternative Wege und soweit möglich die Verkehrsmittel des Umweltverbundes zu nutzen.

Parallel zum Umbau des Leipziger Dreiecks erfolgen auch Maßnahmen an der L40/ Nuthestraße und zu den Festlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2020 in Potsdam. Das wird laut Stadt in den Planungen berücksichtigt.

Ziel des Umbaus ist die Optimierung der mehrgliedrigen Verkehrs- und Erschließungsqualität im Bereich des Leipziger Dreiecks mit dem angebundenen Hauptstraßennetz. „Die Situation ist für Verkehrsteilnehmer aller Art derzeit eher verwirrend und führt zu Verunsicherung und Sicherheitsproblemen“, so die Einschätzung der Stadt- Die Straßenbahn wendet gegenwärtig im Gegenverkehr der stadteinwärts führenden Kfz-Spuren. Insbesondere für Fußgänger und Radfahrer sei der Bereich nur aufwendig und mit großem Zeitverlust passierbar. „Dies führt täglich zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und damit zu einem hohen Sicherheitsrisiko“, heißt es.

Auch der Kfz-Verkehr ist laut Stadt durch den derzeitigen Straßenbahnverlauf behindert und es kommt beim Einfahren der Tram zur Behinderung des fließenden Verkehrs – da dann alle anderen Verkehrsteilnehmer Rot haben.

Da die Ausschreibungen für das Gesamtbauvorhaben „Umbau Leipziger Dreieck“ keine wirtschaftlichen Angebote ergeben hatten, musste die Gesamtbaumaßnahme gesplittet und in vier einzelnen Teilen neu ausgeschrieben werden. In der Friedrich-Engels-Straße beginnt nun der erste Umbau-Abschnitt.

Mehr zum Thema:

>>> Was mit dem Umbau des Leipziger Dreiecks auf Potsdam zukommt

>>> So will Potsdam den Verkehrskollaps verhindern

Von MAZ-online

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