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Potsdam Potsdam will nun auch offiziell Filmstadt werden
Lokales Potsdam Potsdam will nun auch offiziell Filmstadt werden
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01:16 31.03.2019
Die Dietrich war hier, alle anderen auch. Jetzt will Potsdam auch ganz offiziell Filmstadt werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
Babelsberg

Gemeinsam mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Filmpark Babelsberg und der Filmuniversität BabelsbergKonrad Wolf“ strebt die Landeshauptstadt Potsdam den Titel „Unesco Creative City of Film“ an. „Als ich von der Bewerbung gehört habe, dachte ich: Warum erst jetzt – warum sind wir es nicht schon?“ , sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) gestern bei der Informationsveranstaltung in der Babelsberger Filmuniversität. Anwesend waren viele Vertreter der Branche – vom Thalia-Kino und dem Studio Babelsberg bis hin zu Schauspieler Jacky Schwarz („Ich war neunzehn“).

Netzwerken und Potsdam stärken

Das 2004 gegründete Creative-Cities-Netzwerk bringt weltweit 180 Städte in sieben Themenfeldern zusammen, um die lokale Kreativ- und Kulturwirtschaft zu fördern. Potsdams Titel wäre in Deutschland bislang einzigartig. Zu den derzeit insgesamt 13 Filmstädten gehören unter anderem Rom, Bristol und Sydney. „Film und Potsdam gehören zusammen – jetzt bekommen wir dafür den Stempel wie ,Made in Germany’“, erklärte Sigrid Sommer, Marketingleiterin der Stadt Potsdam. Mit dem Titel wolle man nicht nur die Marke Potsdam befördern, sondern auch ein stärkeres Netzwerk aufbauen.

Potsdam ist Wiege des Films

Seit 1911 ist Potsdam eine Wiege des Films und bietet ein breit gefächertes Spektrum von Film, Fernsehen über Multimedia. Insgesamt haben rund 130 Medienunternehmen ihren Sitz in der Medienstadt Babelsberg; beschäftigt sind dort mehr als 3000 Mitarbeiter. „Film ist ein Imagefaktor und ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor für Potsdam“, sagte Schubert.

Seit 1912 werden in Babelsberg Filme gedreht. Die Werke sind dabei immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, wie unsere Galerie zeigt.

Studio Babelsberg, die bis vor der Info-Veranstaltung noch nichts von der Bewerbung wussten, zeigten bereits Interesse. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns da nicht mit einbringen werden“, sagte Pressesprecherin Bianca Makarewicz auf MAZ-Nachfrage. In welcher Form, das müsse man dann noch intern prüfen.

Warten auf das „Go“ zur Bewerbung

Es werde ausdrücklich nach weiteren Mitstreitern gesucht, erklärte Moderator der Veranstaltung, Sebastian Stielke. Der weitere Ablauf hänge davon ab, wann der offizielle Bewerbungsaufruf über die Website von Creative-City gestartet wird. „Wir warten da jeden Tag drauf“, so Sigrid Sommer. Alle Interessierten sollen dann zusammengebracht werden, um gemeinsam einen Fünf-Jahres-Plan abzustecken. Insgesamt steht dafür ein Zeitraum von drei Monaten zur Verfügung. Erst wenn man weiß, welche Projekte in dem Plan zusammenkommen, werden die Kosten dafür eingeschätzt.

Von Anne Knappe und Saskia Kirf

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