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Potsdam Uni Potsdam glänzt mit Professorinnen-Quote
Lokales Potsdam Uni Potsdam glänzt mit Professorinnen-Quote
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22:32 16.10.2019
Studienanfänger sitzen während ihrer ersten Juravorlesung in einem Hörsaal der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam. Quelle: dpa
Potsdam

Die Universität Potsdam glänzt mit ihrer Frauenquote: Mehr als ein Drittel der Professuren sind an der Hochschule von Frauen besetzt – damit liegt die Uni nach einer Analyse des Bildungsanbieters „WBS Gruppe“ im bundesweiten Vergleich auf Platz vier. Nur die FU Berlin, die Universität Paderborn und die Universität Koblenz-Landbau beschäftigen anteilig mehr Professorinnen. Anlässlich des Wintersemester-Starts hatte die Gruppe nach eigenen Angaben die 50 größten Hochschulen und Universität befragt.

Anteil in den Fakultäten

Insgesamt gibt es an der Uni Potsdam 249 Professoren-Stellen (Stand 1.12.2018) – davon sind 83 Frauen und 166 Männer. Die prozentual meisten Professorinnen arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, dort liegt die Quote bei 48,3 Prozent, sind 14 von 29 Professuren mit Frauen besetzt. Es folgt auf Platz zwei die Philosophische Fakultät mit einem Professorinnenanteil von 46,4 Prozent (26 Frauen bei 56 Professuren). Im Mittelfeld liegen die Humanwissenschaftliche Fakultät mit einer Frauenquote von 36,4 Prozent (55 Professuren, 20 Professorinnen) und die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät mit 25,6 Prozent (82 Professuren, 21 Professorinnen). Schlusslicht ist die Juristische Fakultät, dort sind nur 3 von 19 Professuren (15,8 Prozent) mit Frauen besetzt.

Niedrige Frauenquote bei den W3-Professuren

Als weitere Besonderheit nennt der Uni ihren hohen Frauenanteil bei den Juniorprofessuren (W1), der in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät bei 100 Prozent liegt. Ein Blick in die Zahlen zeigt aber auch: Bei den in der Regel höchstdotierten W3-Professuren haben nach wie vor die Männer die Oberhand, liegt die Frauenquote nur zwischen 9,1 Prozent (Juristische Fakultät) und 45,7 Prozent (Philosophische Fakultät).

Als Grund für den vergleichsweise hohen und seit Jahren stetig wachsenden Professorinnenanteil nennt die Uni auf MAZ-Nachfrage „faire und chancengerechte Berufungsverfahren, eine Sensibilität aller Hochschulangehörigen für Gleichstellungsthematiken und gut institutionalisierte Gleichstellungs- und Familienpolitik“. Dennoch haben auch die Potsdamer ihr Ziel noch nicht erreicht – danach sollen 2025 mindestens 38,6 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt sein.

Weiter Handlungsbedarf

Maßnahmen zur weiteren Steigerung des Professorinnen-Anteils sind laut Uni-Sprecherin Silke Engel unter anderem der Ausbau der Qualitätssicherung in Berufungsverfahren mit Gender- und Diversitytrainings, der Ausbau des Berufungsmanagements durch aktive Rekrutierungsverfahren sowie der Ausbau von Vernetzungsstrukturen und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Christina Wolff, sieht in Sachen Professorinnenquote noch Handlungsbedarf. „Oft genug wird Frauen Kompetenz immer noch abgesprochen, im Vergleich zum männlichen Bewerber die Führungsqualifikation oder die fachliche Leistung gering geschätzt“, sagt sie. Stereotypisierungen und Genderbias wirkten in vielen Köpfen nach wie vor. „Durch mehr Professorinnen werden aber Frauen sichtbarer, sie sind für viele andere Frauen Vorbilder“, so Wolff.

Von Anna Sprockhoff

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