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Potsdam Uni will neue Gesundheitsfakultät im RAW unterbringen
Lokales Potsdam Uni will neue Gesundheitsfakultät im RAW unterbringen
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20:27 27.11.2019
So sollen Gebäude aussehen, die an der Lindenallee am Campus Neues Palais entstehen. Quelle: Bruno Fioretti Marquez /Ponnie Images
Potsdam

Die Universität Potsdam will ihre neugegründete gesundheitswissenschaftliche Fakultät auf dem Gelände des Potsdamer Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) unterbringen.

Die Räume für insgesamt sieben noch zu besetzende Professuren sollen laut dem Präsidenten der Universität, Oliver Günther, im geplanten Digitalprojekt „Creative Village“ an der Friedrich-Ebert-Straße unterkommen. Daneben sollen auch die Transfer- und Start-Up-Aktivitäten der Universität dort einige Büros erhalten.

Die Universität soll von 21.000 auf 23.000 Studierende wachsen

Im Hauptausschuss sprach Günther am Mittwochabend auch über den wachsenden Raumbedarf der Hochschule, die in den nächsten Jahren von derzeit 21.000 auf mindestens 23000 Studierende wachsen soll.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam lobte er. „Es gibt kaum Städte in Deutschland, wo der Draht zwischen Hochschule und Rathaus so kurz ist, man kann sich hier die Bälle zuwerfen.“

Der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther, ist sehr zufrieden mit der engen Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Rathaus. Quelle: Friedrich Bungert

Planung neuer Hochschulbauten dauert deutlich zu lang

Er äußerte allerdings Kritik an den langen Prozessen, bis der Bau neuer Gebäude mit den Behörden in Stadt und Land abgestimmt sei.

„Wir müssen mit diesem Problem aktiv umgehen. Es ist ein systemisches Versagen mit zu vielen Partnern, die mitsprechen. Es ist schwierig Entscheidungen zu erwirken“, so Günther. Die Prozesse bräuchten viel zu lang, „in der Landesbürokratie, auch in der Stadt. Aber es mangelt nicht am guten Willen der Beteiligten“, sagte er.

Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) sagte, dass man für die langfristige Entwicklung der Universität eine „Flächenbevorratung“ benötige. Die Stadt müsse etwa bei der Entwicklung der Pirschheide und an anderen Standorten über die Entwicklungsmöglichkeiten der Universität sprechen. Bei der umfangreichen Voruntersuchung für eine über 60 Hektar große Ackerfläche in Golm werde das Wachstum ebenfalls berücksichtigt.

Neubauten in Rehbrücke „vor dem Nichts“ wegen fehlender Baufirmen

Auch die Baukonjunktur macht der Universität zu schaffen. So habe es laut Günther bei den geplanten Neubauten für das Institut für Ernährungswissenschaft in Bergholz-Rehbrücke (Nuthetal) nur einen Bieter gegeben, der „Mondpreise“ aufgerufen habe.

Wenn man in den laufenden Verhandlungen mit dem Bieter keine realistischen Preise erziele, „stehen wir in Rehbrücke vor dem Nichts. Zwei meiner Professoren haben andere Angebote, die gehen dann weg“, sagte Günther.

Erweiterung des Campus Palais an der Lindenallee beginnt nun

Gute Nachrichten gab es für die Entwicklung des Campus Neues Palais. Dort steht der Baustart für die Neuentwicklung des westlichen Areals an der Lindenallee bevor.

Nach dem Rückbau mehrerer DDR-Gebäude werden dort in den nächsten zwei Jahrzehnten mehrere moderne Ersatzbauten auf den bisherigen Sportflächen entstehen. Darin werden vor allem Verwaltung und Dienstleister wie das Rechenzentrum und die Uni-Druckerei unterkommen.

Auf Nachfrage sagte Oliver Günther, dass die Neuplanung „unter der Prämisse, dass keine Sportflächen verloren gehen“ stattgefunden habe, „wenngleich nicht alle Flächen dort bleiben können, wo sie sind“. Daran werde man festhalten „und keine faulen Kompromisse machen“, sagte der Universitätspräsident.

>>>20-Jahre-Projekt: Campus-Ausbau für die Universität am Neuen Palais beginnt

Von Peter Degener

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