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08:07 15.08.2013
Die Autorin Charlotte Roche, die Hauptdarstellerin Carla Juri und der Regisseur David Wnendt.
Die Autorin Charlotte Roche, die Hauptdarstellerin Carla Juri und der Regisseur David Wnendt. Quelle: dpa
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Berlin/Potsdam

Wasserbad statt Teppich: Die Premierengäste der Verfilmung des Skandalbestsellers „Feuchtgebiete“ mussten sich am Dienstagabend vorm Berliner Kino Cinestar erstmal untenrum nackt machen – in diesem Fall: die Schuhe ausziehen. Mit Platschervermeidungsstrategie wateten die „Feuchtgebiete“-Stars Meret Becker, Edgar Selge, Peri Baumeister und Neo-Schnuckelchen Christoph Letkowski (spielt den Pfleger Robin) durchs Wasser – juchzend und posierend. Anschließende Interviews auf dem – pinkfarbenen! – Teppich wurden praktischerweise mit hochgekrempelten Hosen und Tretern in der Hand gegeben.

Majestic-Filmverleihchef Benjamin Herrmann war mit Gummistiefeln passend angezogen – wohl wissend, was ihn erwartet. Der „Feuchtgebiete“-Regisseur und Babelsberger Filmhochschul-Absolvent David Wnendt hatte sich für seinen neuen Film eine neue Optik zugelegt und kam mit einer Art George-Clooney-Gedächtnis-Schnauzbart. „Tja, immer mal was Anderes“, kommentierte Wnendt. Das scheint auch für sein Schaffen zu gelten, nach dem preisgekrönten Neonazi-Drama „Kriegerin“ nun das bunte, sexy Provokantenstadl „Feuchtgebiete“. Was kommt als Nächstes? Kinderfilm oder Science-Fiction-Abenteuer? „Ich hätte auf beides Lust“, grinste Wnendt.

Das Buch war ein Skandal, am 22. August 2013 kommt "Feuchtgebiete" in die Kinos. Zur Premiere am 13. August im Cinestar am Potsdamer Platz in Berlin kamen unter anderem Hauptdarstellerin Carla Juri, "Feuchtgebiete"-Autorin Charlotte Roche und Regisseur David Wnendt, ein Absolvent der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen.

„Feuchtgebiete“-Autorin Charlotte Roche verriet, dass sie die Buchrechte an Produzent Peter Rommel verkauft hat, „weil er zum Beispiel ,Sommer vorm Balkon’, ,Halbe Treppe’ und halt noch nie einen schlechten Film produziert hat“. Tolle Begründung! Vincent Krüger, der in Babelsberg die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ dreht, verriet, dass er für die Rolle des Pflegers gecastet worden sei: „Dann hieß es, die weibliche Hauptrolle wird noch gesucht, ich solle mich gedulden. Dann war plötzlich der Trailer im Kino, und nun bin ich bei der Premiere“, feixte der Jungmime.

Nicht, dass Schaulustige und Fotografen darauf gewartet hätten, ein prima Motiv ergab der Popoklatscher doch: Regisseur Marco Kreuzpaintner („Sommersturm“) machte sich nass: „Ich habe mich eben jetzt schon eingemacht vor Lachen.“ Ja, denn auch bei „Feuchtgebiete“ darf gelacht werden! Das Berliner Premierenpublikum jubelte obendrein – vor allem der absolut zauberhaften Hauptdarstellerin Carla Juri zu.

Von Ricarda Nowak

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