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Potsdam Ursache für Stromausfall in Potsdam gefunden
Lokales Potsdam Ursache für Stromausfall in Potsdam gefunden
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08:04 03.08.2017
Nach dem Erdschluss haben sich zwei Umspannwerke in Potsdam automatisch abgeschaltet.
Nach dem Erdschluss haben sich zwei Umspannwerke in Potsdam automatisch abgeschaltet. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Potsdam

Der Stromausfall am Dienstagabend in mehreren Stadtteilen von Potsdam ist durch einen sogenannten Erdschluss entstanden. Das teilten die Stadtwerke am Mittwochmittag mit. Demnach waren 13.500 Haushalte betroffen.

Automatische Sicherheitsabschaltung in zwei Umspannwerken

In Folge des Erdschlusses im vorgelagerten Netz und gleichzeitiger planmäßiger Wartungsarbeiten im Netz der Energie und Wasser Potsdam (EWP) sei es zu einer automatischen Sicherheitsabschaltung in den Umspannwerken Zentrum und Nuthe gekommen, so Stadtwerkesprecher Stefan Klotz. Ob es Schäden gab, konnte der Sprecher am Mittag noch nicht sagen.

Ursache für den Erdschluss unklar

Erdschluss bedeutet, dass Strom unbeabsichtigt in die Erde statt ins Netz fließt. Dies kann mehrere Ursachen haben: zum Beispiel, wenn eine Leitung bei Bauarbeiten beschädigt wird, oder auch durch Blitzschlag. Wie es am Dienstag in Potsdam zu dem Erdschluss kam, konnte der Stadtwerkesprecher nicht sagen. „Dafür sind die Stadtwerke nicht zuständig, da sich der Erdschluss im vorgelagerten Netz ereignete“, so Klotz.

13.500 Haushalte betroffen

Von dem Ausfall, der laut Stadtwerke von 21.18 bis 21.32 Uhr dauerte, waren insgesamt rund 13.500 Kundenanschlüsse mit einer Leistung von insgesamt 15 Megawatt betroffen. Es handelte sich um Teile des nördlichen Stadtgebietes und der Innenstadt, die ab 21.28 Uhr wieder versorgt wurden, sowie Teile Babelsbergs, in denen ab 21.32 Uhr die Versorgung wieder hergestellt war. Die Haushalte wurden sukzessive wieder ans Netz angeschlossen.

Ringschluss bewahrte Potsdam vor längerem Stromausfall

Vor einem längeren Stromausfall von mehreren Stunden wurde Potsdam durch den Ende 2015 fertiggestellten Ringschluss bewahrt, wie die Stadtwerke mitteilten. Damals war eine Verbindung zwischen den Umspannwerken Nuthe und Zeppelinstraße gebaut worden, um das Hochspannungsnetz für die Stadt in sich zu schließen.

Damals wurden 4,7 Kilometer Hochspannungskabel in mindestens 1,6 Metern Tiefe verlegt: Besonders schwierig war der Grund, denn es wurden Feuchtbiotope bei Hermannswerder, der Forst am Brauhausberg sowie die Havel unterquert. Der Fluss wurde dazu mit sogenannten Dükern untertunnelt.

Aufgrund dieses umgesetzten Projektes konnten jetzt die beiden abgeschalteten Umspannwerke von anderer Seite wieder an das Netz angeschlossen werden.

Wie genau dies so schnell vonstatten ging, wollten die Stadtwerke aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

Die Stadtwerke hatten zeitnah über den Ausfall informiert: „Stromausfall dauerte von 21:18 und 21.32 Uhr. Ursachensuche läuft noch. Vorrang hatte zunächst Wiederherstellung der Versorgung“, hieß es auf Twitter. Dort war der Stromausfall schnell großes Thema.

Auch die MAZ und ihre Leser sind betroffen

Von dem Stromausfall war auch die MAZ-Druckerei betroffen. Daher konnten einige Lokalausgaben nicht gedruckt, andere konnten erst verspätet zugestellt werden. Für alle Leser steht das E-Paper vom Mittwoch und Donnerstag kostenlos zur Verfügung. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Stromausfall im Juni 2016

Bereits vor etwas über einem Jahr fiel in Potsdam schon einmal der Strom aus. Betroffen waren im Juni 2016 die Wohngebiete Babelsberg, Drewitz und Schlaatz. Ursache war ein Kabelfehler, hieß es damals.

Von MAZonline

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