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Potsdam Innehalten 57 Jahre nach dem Mauerbau
Lokales Potsdam Innehalten 57 Jahre nach dem Mauerbau
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06:53 13.08.2018
Die Mauer in Kleinmachnow, fotografiert im November 1989. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Potsdam und das Umland gedenken heute an verschiedenen historischen Stätten der Opfer des Mauerbaus vor 57 Jahren.

Von der Glienicker Brücke nach Klein Glienicke

So findet ab 16 Uhr der 10. Potsdamer Mauer-Verlauf als zentrale Gedenkveranstaltung der Landeshauptstadt und des Landes in Kooperation mit der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54 statt. Eine Gedenkveranstaltung an der Bronzeplastik Nike 89 an der Glienicker Brücke eröffnet den Mauer-Verlauf. Nach einleitenden Worten von Claus Peter Ladner, dem Vorsitzenden der Fördergemeinschaft, sprechen Landtagspräsidentin Britta Starck, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Potsdams Sozialbeigeordneter Mike Schubert, die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur Maria Nooke sowie der Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Axel Drecoll. Im folgenden Rundgang durch die ehemalige Sondersicherheitszone Klein-Glienicke berichten Filmemacher und Buchautor Jens Arndt sowie Denkmalpfleger Jörg Limberg über den Mauerbau und das Grenzsystem. Gegen 18.30 Uhr klingt die Veranstaltung in der Klein Glienicker Kapelle, Wilhelm-Leuschner-Straße 1a, mit einem Imbiss und Getränken bei Musik von Lutz Andres aus.

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Gedenken am Griebnitzsee

Auch das Forum zur kritischen Auseinandersetzung mit DDR-Geschichte im Land Brandenburg lädt zum Innehalten ein. Beginn der Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte Griebnitzsee/Stubenrauchstraße ist um 13 Uhr. Manfred Kruczek vom Forum und Maria Nooke begrüßen die Besucher. Heike Roth informiert über den Stand des geplanten Denkmals für die Friedliche Revolution auf dem Luisenplatz.

Kranzniederlegung in Teltow

Auch in Teltow ist es Tradition, an die Opfer der Deutschen Teilung zu erinnern. Die DDR-Staatsgrenze verlief unmittelbar am Teltowkanal und schnitt die Stadt für Jahrzehnte nicht nur von dieser Lebensader ab, sondern wurde umgekehrt zur Todesfalle. Das Gedenken findet an der Stelle statt, an der 1963 Peter Mädler und 1966 Karl-Heinz Kube bei ihren Fluchtversuchen im Teltowkanal erschossen wurden. Für sie wurden an der Knesebeckbrücke zwei Stelen errichtet: Teltows Erste Beigeordnete Beate Rietz und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Andrea Scharrenbroich sprechen dort um 17 Uhr Worte des Gedenkens und legen einen Kranz nieder.

Kleinmachnow und Steglitz-Zehlendorf erinnern sich gemeinsam

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und die Gemeinde Kleinmachnow nehmen den 13. August gemeinsam zum Anlass, um an die dramatischen Ereignisse im Jahr 1961 zu erinnern. Um 16 Uhr lädt man zunächst an die Kleinmachnower Gedenkstätte am Adam-Kuckhoff-Platz, anschließend hält man auch ein paar Schritte weiter an der Neuruppiner Straße auf Berliner Seite am Gedenkkreuz inne.

Von Nadine Fabian