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Potsdam Jetzt wird’s ernst am Leipziger Dreieck
Lokales Potsdam Jetzt wird’s ernst am Leipziger Dreieck
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00:25 08.06.2019
Die Friedrich-Engels-Straße endet am Leipziger Dreieck vorerst nicht mehr in einer Vielfalt von Abbiegespuren – nur jeweils eine Spur pro Richtung bleibt erhalten. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Viele Vorarbeiten sind seit Anfang Mai bereits gelaufen – jetzt werden die Einschränkungen für Autofahrer am Leipziger Dreieck allerdings deutlich spürbarer.

Denn ab Donnerstag wird das Ende der Friedrich-Engels-Straße an dieser zentralen Potsdamer Kreuzung aufgerissen und für zwei Jahre zum Nadelöhr. Die Straße muss wegen der Bauarbeiten auf jeweils eine Fahrspur in beide Richtungen eingeschränkt werden. Heftige Rückstaus bis nach Babelsberg sind zu erwarten.

Das ist die heutige Verkehrssituation

Derzeit ist die Abbiegesituation vergleichsweise komfortabel. Die weitestgehend einspurige Friedrich-Engels-Straße fächert sich in Richtung des Leipziger Dreiecks in insgesamt vier Spuren auf, die zur Heinrich-Mann-Allee, zur Speicherstadt und auf die Lange Brücke führen.

Wer wiederum aus anderen Richtungen in die Friedrich-Engels-Straße einbiegt, hat bislang für rund 250 Meter zwei Fahrspuren zur Verfügung, sodass sich der Verkehr sortieren und langsam auf die eine verbleibende Spur einfädeln kann.

Vier Abbiegespuren am Ende der Friedrich-Engels-Straße werden eine. Dadurch wird der Durchfluss bei jeder Ampelphase leiden. Quelle: Peter Degener

Ab Donnerstag gibt es nur noch eine Spur in jede Richtung

Ab Donnerstagmorgen sieht die Welt ganz anders aus (siehe Karte). Die zwei Fahrspuren, die von der Kreuzung Richtung Babelsberg in die Friedrich-Engels-Straße hineinführen, reduzieren sich sofort auf eine Spur.

Vor allem aber werden die vier Abbiegespuren, die aus der Friedrich-Engels-Straße in alle anderen Richtungen führen, ebenfalls auf eine einzige Spur reduziert – das senkt die Leistungsfähigkeit und den Durchlass bei jeder Ampelphase erheblich. Autofahrern, die in der Heinrich-Mann-Allee auf das Leipziger Dreieck zufahren, stehen unmittelbar vor der Kreuzung nur noch zwei anstelle von drei Spuren zur Verfügung.

Dieser eingeschränkte Zustand wird voraussichtlich für die gesamte Dauer dieses Bauabschnitts herrschen – gut zwei Jahre lang bis Ende Juni 2021. Einen kleinen Vorteil haben alle, die mit dem Bus von Babelsberg zum Hauptbahnhof haben – die letzten 500 Meter ab der Friedhofsgasse fahren sie künftig am Rückstau der Autos auf einer eigenen Busspur vorbei.

Der Hauptgrund für den Umbau

Eine neue Wendeschleife für die Straßenbahn ist der eigentliche Grund für den Umbau der gesamten Kreuzung. Die Tram fährt bislang vereinzelt immer noch über die gesamte Kreuzung und sozusagen direkt in den Gegenverkehr der Heinrich-Mann-Allee hinein. Nur so kann die Tram im Bereich des Hauptbahnhofs wenden und direkt ins Stadtzentrum zurückfahren.

Die jetzt geplante Wendeschleife wird vom Leipziger Dreieck getrennt und in die Friedrich-Engels-Straße verlegt, damit nicht mehr die gesamte Kreuzung lahmgelegt wird, sobald eine Straßenbahn wenden muss. Zugleich dienen die Arbeiten dazu, Fernwärme- und Schmutzwasserleitungen zu erneuern.

Kosten und Zeitplan des gesamten Umbaus

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt rund um die Friedrich-Engels-Straße liegen bei 9,6 Millionen Euro. Die Stadt trägt davon knapp zwei Millionen Euro selbst. Insgesamt soll der Umbau des Leipziger Dreiecks etwa 24 Millionen Euro kosten. Der Zeitplan die Fertigstellung des gesamten Umbaus erst in sechs Jahren vor. Besonders kritisch sind die kommenden zwei Jahre.

Nebenschauplätze werden die Umbauarbeiten an der Leipziger Straße Richtung Speicherstadt ab dem dritten Quartal und die Straße Am Brauhausberg ab 2021 sein. Wenn allerdings die Einmündung der Heinrich-Mann-Allee ab 2023 umgebaut wird, ist wieder eine Hauptverkehrsader betroffen. Hier wird die Tramtrasse von der Fahrbahn getrennt. Das soll – ebenso wie die neue Wendeschleife – die Leistungsfähigkeit der Kreuzung und des Tramverkehrs erhöhen.

Fakten zur großen Kreuzung

Das Leipziger Dreieck ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten im Stadtgebiet. Über 50 000 Autos und mehr als 9000 Fahrradfahrer überqueren jeden Tag diese Kreuzung.

Dazu kommen mehr als 36 000 Menschen, die in Bussen und Straßenbahnen das Leipziger Dreieck nutzen.  

Insgesamt 45
Signale an verschiedenen Ampeln regeln den Verkehr für Autos, Fußgänger und Radfahrer.

Von Peter Degener

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