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Potsdam Verkehrsbetriebe in Potsdam sollen fusionieren
Lokales Potsdam Verkehrsbetriebe in Potsdam sollen fusionieren
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21:27 24.03.2014
Umsteigepunkt am Hauptbahnhof. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Verkehrsbetriebe in der Region werden wahrscheinlich enger zusammenrücken. Um den öffentlichen Nahverkehr effizienter zu gestalten, schlägt Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) die Fusion des Potsdamer Verkehrsbetriebs ViP mit der Havelbus-Gesellschaft vor. Das sagte das Stadtoberhaupt am Montag bei einem Frühstück mit Unternehmern, organisiert vom Unternehmerverband Brandenburg-Berlin.

Bei Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD) rennt Jakobs damit offene Türen ein. "Ich bin prinzipiell dafür, im Südwesten Berlins die Gesellschaften zu bündeln, um eine ernstzunehmende Größe im Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) zu bilden", sagte der Landrat.

Was Jakobs andeutet: Noch gibt es ein organisatorisches Hindernis. Havelbus gehört Potsdam-Mittelmark und dem Kreis Havelland. Allerdings streiten die beiden Kreise seit Jahren, ob der Verbund erhalten bleiben soll. Potsdam-Mittelmark hätte gern ein eigenes Unternehmen. "Die zanken sich wie die Kesselflicker", sagte Jakobs.

Havelbus und ViP

  • 70,000 Fahrgäste am Tag transportiert Havelbus. Der Konzern ist das größte Busunternehmen im Land Brandenburg und fährt auch auf Potsdamer Stadtgebiet..
  • 196 Busse hat Havelbus und 434 Mitarbeiter. Die Gesellschaft fungiert als Dach über den beiden Tochterfirmen Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft mbH (BVSG) und Havelländische Verkehrsgesellschaft mbH Rathenow (HVGR). Eigentümer sind die Kreise Potsdam-Mittelmark und Havelland.
  • 412 Mitarbeiter hat die ViP. Zu den 54 Bussen und 53 Trams kommt eine Fähre (am Kiewitt). Die Firma gehört zu den Potsdamer Stadtwerken und hat 412 Mitarbeiter.

Deshalb bittet Landrat Blasig um Geduld. Ab dem kommenden Jahr sei er für Fusions-Gespräche offen. Dann nämlich will Blasig die mittelmärkischen Havelbus-Anteile abgespalten und eine kreiseigene Gesellschaft gegründet haben. Diese dann mit der ViP zu verbinden, sei "eine eher gute Idee", so Blasig. Zwar seien Straßenbahnen an sich "Kostenfresser", doch sei Potsdam die einzige Stadt im Land, in der ein Tram-Betrieb auf lange Sicht "betriebswirtschaftlich sinnvoll" bleibe, sagt Blasig.

Einen Zeitrahmen für die Annäherung nannte keiner der beiden Verwaltungs-Chefs. Jedoch müssen sie das Jahr 2016 im Blick haben. Dann nämlich werden zahlreiche Buslinien neu ausgeschrieben.

Kommentar: Macht's ohne Grenzen

Ulrich Wangemann hält die Verkehrsbetriebs-Fusion für sinnvoll.

Kein Mensch hat je verstanden, warum in Potsdam zwei konkurrierende Verkehrsunternehmen umherfahren. Die Fahrer stehen beim Kaffee ohnehin zusammen am Endbahnhof – ob ihr Bus blau oder grün ist. Genauso schnurz ist dem Bürger, ob das Transportbehältnis Potsdam oder Mittelmark gehört. Eine Fusion ist notwendig, weil die Aufgaben riesig sind. Der Gegner ist das Auto. Es gilt das Umland – etwa die 60.000-Einwohner-Region von Stahnsdorf bis Teltow – besser anzubinden und neue Stadtteile wie Krampnitz zu erschließen. Reibungsverluste verbieten sich. Macht’s gemeinsam!

Dagegen drängt der Oberbürgermeister auf den Bau der Straßenbahnlinie zum Jungfernsee zum neuen SAP-Campus. Diese Verbindung sei notwendig. Auch prüfe die Verwaltung, ob eine Verlängerung bis nach Krampnitz vom Fahrgastaufkommen her lohnend wäre.

Die Verkehrspolitik will Jakobs auch vor einer Verkehrsbetriebs-Fusion stärker mit dem Umland verzahnen. So spricht er sich dafür aus, Park&Ride-Parkplätze nicht erst an den Potsdamer Tram-Endhaltestellen auszubauen, sondern auch in Werder oder Geltow.

Von Ulrich Wangemann

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