Verkehrschaos in Potsdams Norden: Lösung für Lkw-Problem in Grube
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Potsdam Kooperation will Grube von Lkw-Durchgangsverkehr befreien
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Verkehrschaos in Potsdams Norden: Lösung für Lkw-Problem in Grube

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06:33 24.04.2021
Schwerlastverkehr sorgt in Grube immer wieder für riskante Situationen.
Schwerlastverkehr sorgt in Grube immer wieder für riskante Situationen. Quelle: Rainer Schüler
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Grube

Schon seit Jahren leidet Grube massiv unter dem Lkw-Verkehr, der den Ortsteil durch eine enge S-Kurve zur Autobahnauffahrt Leest passiert. Alle Hilferufe verhallten. Jetzt will die rot-grün-rote Rathaus-Kooperation Abhilfe schaffen.

Zur nächsten Stadtverordnetensitzung am 5. Mai wollen SPD, Grüne und Linke gemeinsam eine Prüfung beantragen, wie an der Bundesautobahn 10, Anschlussstelle Töplitz/Leest, die Fahrt durch den Potsdamer Ortsteil Grube für Kraftfahrzeuge über einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen ausgeschlossen werden kann.

Vom Durchfahrtsverbot ausgenommen würden Pkw und Busse. Ihr Vorschlag: Ein Verkehrsschild.

Ortsdurchfahrt für Lkw „nicht geeignet“

Die Ortsdurchfahrt Grube sei wegen unzureichend ausgebauter verkehrstechnischen Infrastruktur „nicht geeignet“, von Kraftfahrzeugen über einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen „dauerhaft und für die Anwohnenden sowie Fahrzeugführenden sicher durchfahren zu werden“, heißt es in der Begründung.

Das Anbringen des Zeichens „Verbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen“ könne eine Möglichkeit für eine Verkehrsberuhigung für den Ortsteil Grube sein. Ausnahmen für landwirtschaftlichen Verkehr, Busse des ÖPNV und Lieferverkehr sollten weiter möglich sein, so die Fraktionen.

Die Möglichkeit eines Verkehrszeichens inklusive der definierten Ausnahmen durch Zusatzschilder werde auch durch die Aussagen der Stadt in Beantwortung einer kleinen Anfrage zum Verkehrsproblem in Grube gestützt.

Anlieger blockieren breitere Straße

Im Januar hatte das Rathaus auf Anfrage von Uwe Adler (SPD) mitgeteilt, dass für eine Verbreiterung der S-Kurve zur Herstellung eines „regelkonformen Straßenquerschnitts“ angrenzende Grundstücke erworben werden müssten.

Die betreffenden Eigentümer seien nach entsprechenden Vorrecherchen im Jahr 2016 „zur Erkundung der Verkaufsbereitschaft angeschrieben“ worden, hätten aber „entweder den Verkauf abgelehnt“ oder sich nicht zurück gemeldet.

Damit seien die Möglichkeiten der Stadt „erschöpft“, so das Rathaus an Adler: „Es können keine weiteren Baumaßnahmen ergriffen werden, die eine signifikante Verbesserung der Situation nach sich ziehen würden.“

Auf Adlers Frage nach einer denkbaren Sperrung für Lkw verwies das Rathaus auf das „Lkw-Führungskonzept“, in dem die Landesstraße 902 nicht enthalten sei: „Das heißt, die ausgewiesene Routenführung erfolgt nicht durch den Ortsteil Grube.“

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Eine weitere Möglichkeit zur Steuerung des „individuell handelnden Schwerverkehrs“ bestünde nicht, so die Stadt im Januar, „zumal die Ortslage Grube zur eigentlichen Erschließung des Ortsteiles auch für den Lkw-Verkehr erreichbar sein“ müsse.

Von Volker Oelschläger