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Potsdam Verstärkte Straßenreinigung in Potsdams Zentrum
Lokales Potsdam Verstärkte Straßenreinigung in Potsdams Zentrum
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19:39 24.10.2019
Derzeit geht es um Laubentsorgung in Potsdams Straßen, doch dann folgen Schnee und der übliche Dreck, der das ganze Jahr anfällt. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Ab Januar gelten neue Gebühren für die Straßenreinigung und den Winterdienst. In häufig gereinigten Straßenabschnitten steigen die Gebühren der Anlieger, für den überwiegende Teil der Potsdamer Grundstücke an öffentlichen Straßen bleiben die Gebühren stabil. Das geht aus der neuen Straßenreinigungssatzung hervor, die am Donnerstag von der Verwaltung vorgestellt worden ist.

Sie wird nun in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht und soll bis Dezember beschlossen werden, um ab Januar für die nächsten zwei Jahre zu gelten.

Der Bereich, der künftig täglich gereinigt wird, wächst

„Das Laub ist von den Straßen, kein Schnee liegt und kein Frost herrscht und die Stadt ist sauber – auf diesen Tag hoffe ich jedes Jahr“, sagt Gabriele Kosel. Sie ist in der Potsdamer Stadtverwaltung für Straßenreinigung und Winterdienst verantwortlich.

Das ideale, blitzsaubere Potsdam ist allerdings eine Seltenheit und die Hoffnung darauf wird immer trügerischer. Im Sommer ist das Stadtzentrum durch die wachsenden Touristen- und Besucherströme dreckig, im Herbst fällt Laub und anschließend beginnt die Wintersaison mit Schnee oder zumindest Schneematsch.

Straßenkilometer, Bäume und Laub

Etwa 330 öffentlicheStraßenkilometer werden in Potsdam regelmäßig im Auftrag der Stadt gereinigt. 200 Kilometer davon werden einmal im Monat mit Besen und Maschinen gereinigt, 117 Kilometer sogar nur maschinell. Besonders häufig werden 5,2 Kilometer Straßenzüge im Zentrum gereinigt – jeden Tag. Immerhin 8,4 Kilometer Straßen sind zwei Mal pro Woche dran.

Rund 110.000 Bäumestehen an Potsdams öffentlichen Straßen und Grünanlagen. Sie sorgen für insgesamt 6600 Tonnen Laub.

Vor allem im Stadtzentrum wird der Bereich der sogenannten Reinigungsklasse 1 deutlich erweitert. Damit ist die tägliche Reinigung bestimmter Straßen gemeint. Mit Kehrmaschinen und per Hand wird dabei von Fassade zu Fassade der Müll entfernt. Das kostete die Anlieger bislang 82 Euro pro Meter Straßenfront im Jahr. Ab Januar steigt dieser Preis auf gut 104 Euro.

Grund ist, dass es vor allem während der Sommersaison zunehmend dreckig in diesem Bereich ist. Betroffen sind von dieser Reinigungsklasse allerdings nur etwa zwei Prozent der Potsdamer Anlieger.

„Jeden morgen wird vom Luisenplatz die Brandenburger Straße und die Friedrich-Ebert-Straße bis hin zum Hauptbahnhof auf diese Weise gereinigt“, erklärt Kosel. Künftig wird auch der gesamte Platz der Einheit, der Alte Markt und ein deutlich größerer Bereich rund um den Hauptbahnhof in diese Reinigungsklasse aufgenommen.

Stadtplätze am Schlaatz, Drewitz und Kirchsteigfeld häufiger dran

Auch in anderen Stadtteilen werden öffentliche Plätze künftig verstärkt gereinigt. „Wir haben seit Mai den Stadtplatz im Schlaatz zwei mal wöchentlich gereinigt und sehr positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Kosel. Ab Januar werden deshalb auch der Drewitzer Ernst-Busch-Platz und der Heiner-Carow-Platz im Kirchsteigfeld in diesen verstärkten Reinigungszyklus aufgenommen.Für den Großteil der Grundstücke in Potsdam bleiben die Preise stabil.

Die Kosten für die monatliche Reinigung bleiben stabil

In der Reinigungsklasse 4, wo einmal im Monat die Straße gereinigt wird, sinkt der Jahrespreis pro Frontmeter von 3,59 Euro auf 3,56 Euro – das betrifft 66 Prozent aller Anlieger. Für rund 30 Prozent der Anlieger in der Reinigungsklasse 5, wo einmal monatlich nur maschinell gereinigt wird – etwa in der Nedlitzer Straße – steigen die Gebühren von 2,33 auf 3,08 Euro. Grund ist hier, dass man zuletzt zu niedrig kalkuliert hatte und dies nun ausgleichen muss.

Winterdienstkosten steigen leicht – 60 Einsatztage in der letzten Saison

Die Gebühren für den Winterdienst bleiben stabil. Pro Frontmeter werden in allen in den Winterdienst einbezogenen Straßen ab Januar 3,90 Euro fällig – bislang sind es 4,03 Euro. Kosel weist darauf hin, dass trotz wenig Schnee im letzten Winter an 60 Tagen Winterdienst geleistet worden sei. Der häufige Wechsel von Frost und Tau habe zahlreiche Einsätze nötig gemacht.

Von Peter Degener

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