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Potsdam Eine Kunstausstellung für Kurzentschlossene
Lokales Potsdam Eine Kunstausstellung für Kurzentschlossene
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08:01 04.08.2019
Kuratorin Vanessa Souli in der Villa Francke vor einem Bild der Malerin Dimitra Bouritsa, die aus Athen stammt.
Jägervorstadt

Von außen wirkt die Villa Francke so, als würde gleich ein Hohenzollern-Spross heraustreten. Nicht weit von Schloss Sanssouci in der Gregor-Mendel-Straße gelegen, strahlt sie Hochherrschaftlichkeit aus. Betritt man die Villa, trifft man jedoch nicht auf retro-royales Ambiente, sondern auf Kunst. Und zwar auf zeitgenössische. An den hohen Wänden hängen derzeit die Werke von Justine Otto, die in Hamburg und Berlin arbeitet, von Allan Paul und Nadine Conrad – beide vom Potsdamer „Projekt Panama“ – und von Dimitra Bouritsa, die aus Athen stammt. Junge Künstler an einem alten Ort.

„Contrast“ heißt die Ausstellung. Wer sie sehen möchte, sollte sich sputen: Nur an diesem Wochenende sind die Werke zu sehen. Bei „Contrast“ geht es um Stoff – allerdings nicht um Samt und Seide, sondern um den Stoff, aus dem die Träume sind. Und zwar die von einem gelungenen Miteinander.

Vanessa Souli. Quelle: Röd

„Diese Ausstellung versteht sich als das Bestreben, eine Brücke zwischen dem ,Alten’ und dem ,Neuen’, dem ,Traditionellen’ und dem ,Experimentellen’ zu bauen, indem sie aufstrebende Künstler an einem etablierten Kulturstandort präsentiert, der den notwendigen Raum für Reflexion und Kunstgenuss bietet“, heißt es im Pressetext. Das Spannende: Das Brückenbauen beschränkt sich nicht nur auf die Kunst an den Wänden; es findet sich auch im Privaten wieder. Vanessa Souli, die die Schau mit Allan Paul kuratiert hat, wäre das perfekte Werbegesicht für den paneuropäischen Gedanken. Aufgewachsen in Athen, hat Vanessa Souli in Thessaloniki englische Literatur studiert, ehe sie für ihr Master-Studium nach Maastricht ging.

Kuratorin Vanessa Souli in der Villa Francke. Quelle: Röd

Seit 2017 lebt sie in Berlin, pendelt nach Potsdam. Auch weil sie im Museum Barberini in der Gästebetreuung arbeitet – und extrem begeistert ist von der hochkarätigen Museumsarbeit dort. Die 26-Jährige strahlt gleichzeitig Fröhlichkeit und Energie aus. Vor allem aber weiß sie, was sie in ihrem Beruf als Kuratorin will: Die Kunst raus dem Elfenbeinturm holen, direkt hinein ins Leben. In der Fachsprache nennt sich dieser Ansatz „besucherorientiertes Kuratieren“, damit hat sich Vanessa Souli auch in ihrer Master-Arbeit beschäftigt. In die Praxis umgesetzt hat sie diesen Ansatz etwa bei der Ausstellung „Textualised“ in Berlin im vergangenen Jahr oder mit der „Architecture of Experience“ während ihrer Kuratoren-Residenz in Leipzig.

Am 3. und 4. August ist die Schau von 12 bis 19 Uhr in der Villa Francke zu sehen.

Von Ildiko Röd

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