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Potsdam Volkspark Potsdam verzichtet auf Eintrittsgeld
Lokales Potsdam Volkspark Potsdam verzichtet auf Eintrittsgeld
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10:59 02.07.2018
Die Feuerwerkersinfonie zieht regelmäßig Tausende Gäste in den Volkspark. Am 20. und 21. Juli steigt die 17. Auflage. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollen ab 1. Januar 2019 freien Zutritt zum Volkspark im Bornstedter Feld bekommen. Das hat die Verwaltung in einer Mitteilung angekündigt, über die am Mittwoch im Hauptausschuss diskutiert werden soll. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr haben schon jetzt freien Eintritt.

Bei Inkrafttreten der neuen Regelung, die im Herbst noch von den Stadtverordneten bestätigt werden muss, rechnet die Stadt mit einem Einnahmeausfall von jährlich 35 000 Euro, das seien rund 20 Prozent der jährlichen Einnahmen von 160 000 Euro aus dem Kartenverkauf.

Der zur Bundesgartenschau 2001 eröffnete Volkspark ist die einzige Parkanlage in Potsdam, für die Eintritt gezahlt werden muss. Über die Abschaffung wird bereits seit Jahren immer wieder diskutiert. Tempo gewann die Debatte mit der Einführung des städtischen Parkpflegezuschusses für die Schlösserstiftung.

Eine Million Euro fließen pro Jahr zur Linderung des Pflegedefizits von Parkanlagen wie Sanssouci, Babelsberg und dem Neuen Garten. Die Stadt zahlt, weil die Stiftung sonst die Einführung eines Eintrittsgeldes für den Park Sanssouci angekündigt hat. In der vergangenen Woche haben die Stadtverordneten einer Verlängerung der Förderung um fünf Jahre bis 2023 zugestimmt.

In der Debatte um diese Verlängerung hatten SPD und CDU/ANW beantragt, dass der „Eintritt für den Volkspark ausgesetzt“ wird, so lange die Stadt an die Stiftung zahlt. In einer repräsentativen Befragung zu den Welterbeparks der Schlösserstiftung im Zusammenhang mit dem Pflegezuschuss hätten sich 55,6 Prozent der Beteiligten „gegen einen Parkeintritt ausgesprochen“, erklärten SPD und CDU/ANW: Eine „Gleichbehandlung“ sei „zwingend geboten“. Im Finanzausschuss wurde der Antrag von CDU-Fraktionschef Matthias Fincken in einen Prüfauftrag umgewandelt.

Kurz darauf stellte die Fraktion Die Andere „unabhängig von einer finanziellen Beteiligung“ der Stadt an der Pflege der Stiftungsanlagen den Antrag auf „Aufhebung des Eintritts für den Buga-Volkspark“ zum 1. Januar 2018. Dieser Antrag wurde in den Ausschüssen zweigeteilt: Der zum 1. Januar 2019 angekündigte Wegfall des Eintritts für Kinder und Jugendliche entspräche dem einen Auftrag.

In einem zweiten Schritt soll auch die Aufhebung des Eintrittsgeldes für Erwachsene geprüft werden. Mitarbeiter der Verwaltung hatten im Finanzausschuss gewarnt, dass die Kosten eines Komplett-Verzichts auf das Eintrittsgeld sich aus steuerlichen Gründen auf bis zu 500 000 Euro jährlich summieren könnten, die aus der Stadtkasse gegenfinanziert werden müssten.

Linken-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg bezeichnete die angekündigte Eintrittsbefreiung für Kinder und Jugendliche gegenüber MAZ als „ersten Schritt in Richtung einer generellen Eintrittsfreiheit“: „Für das weitere Vorgehen“ könne er sich „vorstellen, dass eine Bürgerbefragung vergleichbar zum Eintritt für die Anlagen der Schlösserstiftung hilfreich sein könnte“.

Der 65 Hektar große Volkspark im Bornstedter Feld wird jährlich von bis zu 400 000 Gästen besucht. Ein Ticket kostet aktuell 1,50 Euro und ermäßigt 50 Cent. 2016 kamen rund 390 500 Besucher in den Park, 125 500 von ihnen kauften Tagestickets, 6295 hatten eine Jahreskarte.

Von Volker Oelschläger

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