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Potsdam Vom Soldatenkönig bis zur Sowjetarmee
Lokales Potsdam Vom Soldatenkönig bis zur Sowjetarmee
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18:10 16.03.2018
Wenke Nitz und Hannes Wittenberg mit der Ecktrophäe der Garnisonkirche. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Innenstadt

Am Dienstag wurde die 250 Kilogramm schwere, übermannshohe Skulptur mit einem Verladekran in das erste Obergeschoss des Potsdam-Museums am Alten Markt bugsiert. Als eines der größten Exponate der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte erhebt sich die Trophäe an zentraler Stelle in der Abteilung "Einquartieren und Paradieren", in der die fast 300Jahre währende Geschichte Potsdams als Garnisonstadt abgehandelt wird.

Feldgottesdienst des 1. Garderegiments zu Fuß mit Kaiser Wilhelm II. auf dem Lustgarten des Potsdamer Stadtschlosses am 9. August 1914 vor dem Abtransport der Truppen an die Front. Quelle: POTSDAM-MUSEUM/ATELIER EICHGRÜN
Die Ausstellung geht über das komplette erste Obergeschoss des Potsdam-Museums. Abteilung 5 „Einquartieren und Paradieren“ thematisiert die fast 300 Jahre währende Geschichte der Garnisonstadt.

Uniformen werden in einer großen, in die Wand zum Nachbarraum eingelassenen Vitrine gezeigt. Deutsche Paradeuniformen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, die in den Raum hinein weisen. Eine Uniform des Infanterieregiments 9, aus dessen Reihen der Attentatsversuch auf Hitler vom 20. Juli 1944 kam, die hinaus zum Flur zeigt. Dort widmen sich zwei Abteilungen der französischen Besatzung unter Napoleon und der sowjetischen Besatzung ab 1945. Zu den Ausstellungsstücken dieser Abteilung gehören die Uniformbluse des letzten russischen Stadtkommandanten und fast lebensgroße Abbildungen von sowjetischen Soldaten auf Blechtafeln, die als Anschauungsmaterial an den Hofwänden des sowjetischen Militärgefängnisses in der Jägerallee angebracht waren.

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DIE ELF ABTEILUNGEN DER DAUERAUSSTELLUNG ZUR STADTGESCHICHTE

Die Dauerausstellung des Potsdam-Museums zur Stadtgeschichte, die im Herbst eröffnet werden soll, ist in elf Abteilungen gegliedert.

Die Vorgeschichte und das Wachsen der Kulturlandschaft werden in „Schenken und Verpfänden“ über die mittelalterliche Stadt sowie im Kapitel „Residieren und Gestalten“ dargestellt. Wirtschaft, Bevölkerung und die Geschichte der Garnisonstadt folgen in den Teilen „Produzieren und Protegieren“, „Kommen und Bleiben“, „Einquartieren und Paradieren“.

Das bürgerliche Potsdam und die Stadt der Wissenschaft sind Themen der Abteilungen „Reformieren und Konservieren“ sowie „Forschen und Erfinden“. „Potsdam im Fokus“ präsentiert fotografische Ansichten der Stadt, „Modernisieren und Beharren“ nimmt die 1920er Jahre in den Fokus. „Weltbühne Potsdam“ thematisiert die zentrale Rolle der Stadt im 20. Jahrhundert, die Abteilung „Identität und Heimat“ schließlich schlägt den Bogen zur Gegenwart.

Von Volker Oelschläger

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