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Potsdam Von Superlabor bis Massenquarantäne
Lokales Potsdam Von Superlabor bis Massenquarantäne
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21:32 25.05.2020
Im verbesserten Labor des Ernst-von-Bergmann-Klinikums können jetzt PCR- und Antikörpertests gemacht werden. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Die Corona-Situation in Potsdam bleibt stabil: Vom 24. zum 25. Mai wurden dem Gesundheitsamt der Landeshauptstadt keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das teilte die Stadtverwaltung am Montagvormittag mit.

Es ist der fünfte Tage in Folge, an denen es keine Neuinfektionen gab. In den vergangenen sieben Tagen haben sich insgesamt drei Potsdamer mit Corona infiziert.

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Kein Platz für eingeschränkten Regelbetrieb

Anja Heyrald ist frustriert. Nachdem erst ihr Antrag auf Notfallbetreuung für ihren Sohn Paul und dann ihr Widerspruch abgelehnt wurden, hatte sie ihre Hoffnungen auf den 25. Mai gesetzt. Ab dann können Potsdamer Kitas neben der Notfallbetreuung einen eingeschränkten Regelbetrieb anbieten und nach und nach wieder mehr Kinder im Wechsel betreuen. Damit könnten Eltern ihre Kinder zumindest einen Tag in der Woche in die Kita bringen. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Kaum eine Kita kann die Lockerung so kurzfristig umsetzen.

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Wenn das Konzert nach Hause kommt

Wenn die Menschen nicht ins Konzert gehen können, kommt das Konzert eben zu den Menschen – zumindest im Mini-Format. Erstmals waren Mitglieder der Kammerakademie Potsdam (KAP) jetzt mit dem orchestereigenen Sprinter unterwegs, um in kleiner Besetzung unter freiem Himmel zu spielen. Weitere Einsätze von KAPmobil, einer Initiative der Kammerakademie Potsdam in Kooperation mit der Landeshauptstadt, sind für die nächsten Wochen geplant.

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Keine Erkenntnisse über mehr Gewalt in Familien

Die Stadt hat bislang keine Erkenntnisse über eine mögliche Zunahme von Gewalt gegen Frauen und Kinder im Zusammenhang mit der Corona-bedingten häuslichen Isolation. Das hat Rathaussprecherin Juliane Güldner auf MAZ-Anfrage mitgeteilt.Sie bestätigte aber, dass die Behörden mit dem Inkrafttreten des Ausnahmezustandes auf entsprechende Risiken eingestellt waren: „Das Jugendamt ist sich bereits seit Beginn der Pandemie in unserer Region und der ersten Einschränkungsmaßnahmen Mitte März bewusst, dass die Situation für Kinder in bestimmten riskanten Umgebungen eine große Herausforderung darstellt.“

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So funktioniert das neue Labor im Klinikum

Zugegeben: So richtig wissenschaftlich wirken die gelben Postkisten nicht. Sie stehen gleich an der Tür, die den Eingang zum zur Zeit wohl interessantesten Labor des Landes bildet. Hier, im ersten Stock des Potsdamer KlinikumsErnst von Bergmann“, werden die Corona-Tests ausgewertet. Und die kommen eben auch per Post aus Bad Belzig, aus Forst, von überall her. Das Labor als solches ist dabei nicht neu. Blutbilder, Elektrolyttests, Abstriche auf verschiedene Infektionen wurden seit Jahr und Tag im Haus ausgewertet. Schwieriger war es da aber mit Krankheiten, die von Viren ausgelöst werden: Masern, Grippe, Norovirus und natürlich das Sars-Cov2-Virus konnte das kommunale Potsdamer Krankenhaus nicht selbst nachweisen.

Wie das genau geht, steht hier

Hotelbetrieb läuft nur langsam an

Bettina Schütt steht im menschenleeren Foyer ihres Hotels und lauscht. „Hören Sie die Musik?“ fragt sie. Tatsächlich dudelt leise, unaufgeregte Lounge-Musik aus den Lautsprechern. „Normalerweise sind hier so viele Menschen, dass man davon gar nichts mitbekommt“, sagt Bettina Schütt. Bis in der Eingangshalle wieder so viele Gäste wie vor der Corona-Krise mit ihren Rollkoffern ein- und ausgehen, wird es wohl noch ein bisschen dauern.Wie alle anderen Brandenburger Hotels und Pensionen darf die Managerin des Dorint Hotels Sanssouci Potsdam/Berlin seit Montag wieder touristische Gäste begrüßen. Davon ist am ersten Tag jedoch noch nicht viel zu spüren. Die Abstandsmarkierungen, die auf dem Boden vor der Rezeption und vor dem Speisesaal angebracht sind, wirken in den leeren Räumen ein wenig überflüssig.

Die Details aus vielen Häusern erfahren Sie hier

Coronaausbruch im Postverteilzentrum Stahnsdorf

Auch wenn es nach Angaben des Landkreises vorerst bei fünf an Covid-19 Erkrankten im Verteilzentrum der Deutschen Post in Stahnsdorf bleibt, wurde nun offensichtlich doch Quarantäne für die gesamte Nachtschicht angeordnet, so Kreissprecher Kai-Uwe Schwinzert. Entgegen der ersten Aussagen, es habe keine Kontakte zwischen den Infizierten und weiteren Mitarbeitern gegeben, scheint dies sehr wohl der Fall gewesen zu sein. Daher wurde zu dieser drastischen Maßnahme gegriffen. Rund 100 Mitarbeiter seien davon betroffen.

Was genau geschehen ist, lesen Sie hier

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Von MAZonline/bos

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