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Potsdam André Laube: „Das rasante Wachstum in Potsdam macht mir Sorge“
Lokales Potsdam

Vor der Bundestagswahl 2021 Was bewegt Sie André Laube aus Potsdam?

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09:09 25.08.2021
André Laube, Lehrertrainer Wasserball aus Potsdam.
André Laube, Lehrertrainer Wasserball aus Potsdam. Quelle: MAZ/Sandra Seifert
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Potsdam

Am 26. September ist Bundestagswahl. Die MAZ fragt Brandenburgerinnen und Brandenburger, was sie umtreibt. Heute: André Laube (42) aus Potsdam.

Wo sind Sie gerade – und was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster gucken?

Ich sitze gerade in meinem Büro der Schwimmhalle im Sportpark Luftschiffhafen. Es ist Sonntag, daher ist nicht sehr viel los. Ich schaue auf die Baustelle des Hauptstadions. Das wird gerade komplett saniert.

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Beschreiben Sie uns einen typischen Tag aus Ihrem Leben.

Einen Tag wie jeden anderen gibt es im Trainerleben so nicht. Unter der Woche stehe ich gegen 8 Uhr auf, fahre dann zum Training am Vormittag in die Schwimmhalle. Dann verbringe ich meist den kompletten Tag am Olympiastützpunkt und der Sportschule mit diversen Terminen, Bürokram, Trainingsplanung; nehme mir aber auch die Zeit, mit Kollegen anderer Sportarten zu sprechen. Abends folgt dann die zweite Trainingseinheit mit meinen Wasserball-Jungs der U16 und U14. Oft bleibe ich dann noch beim Männertraining; schaue zu oder unterstütze dabei.

Sie wohnen in Potsdam – was gefällt Ihnen dort, was nicht?

Ach, ich liebe diese Stadt und habe die Befürchtung, dass ich hier nicht wegkomme. Ich mag die Balance zwischen Stadt und Grünem, modernem Cityleben und der großen Historie; ich liebe das Wasser, die vielen jungen Leute, den Trubel gerade in den Sommermonaten in der Innenstadt und die Weltoffenheit. Mit etwas Sorge schaue ich auf das rasante Wachstum und ob es der Stadt gelingt, den vielen neuen Wohnungen und Menschen die notwendige Infrastruktur entgegenzustellen.

Corona-Schnelltests sollten nicht mehr kostenlos sein

Was regt Sie zurzeit am meisten auf und warum?

Tatsächlich, dass der Corona-Impffortschritt etwas ins Stocken gerät und sich damit die Rückkehr in die Normalität verzögert. Global machen mich die vielen Krisenherde und deren dramatische Folgen für so viele Kinder sehr traurig.

Was müsste passieren, damit es besser wird?

Was die Impfung betrifft, müssen kreative, niederschwellige Angebote geschaffen werden. Wenn auch durch diese Maßnahmen alle ein Angebot bekommen haben, dürfen die Schnelltests außer in den Schulen nicht mehr kostenfrei sein. Beim Geldbeutel wird man dann noch einige erwischen.

Was hat Ihnen zuletzt Freude bereitet?

Ich bin recht leicht zu erheitern und lache sehr oft pro Tag. Mich freut, dass einige meiner Jungs gute Chancen auf die Teilnahme an der U20-WM und U17-EM haben. Die Jungs erleben gerade richtig viel in der Vorbereitung darauf und haben die Möglichkeit, trotz der Pandemie ins Ausland zu reisen und tolle Erfahrungen zu machen.

Wasserball ist ein wichtiger Teil in meinem Leben

Wären Sie bereit, sich politisch zu engagieren und wofür?

Auf kleiner Ebene habe ich das wohl schon immer gemacht – für meine Sportart Wasserball. Das auch recht erfolgreich. Der Sport ist insgesamt schon ein wichtiger Teil in meinem Leben. Gesellschaftlich nimmt die Bedeutung aber immer mehr ab. Die Probleme, die daraus entstehen, sind vielschichtig. Mich vor allem im Bereich des Leistungssports einzubringen, könnte ich mir evtl. vorstellen.

Wenn Sie Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin wären – was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Ich würde sofort veranlassen, eine Wasserball-Arena im Sportpark Luftschiffhafen zu bauen, in der den ganzen Tag Kids ihrer Leidenschaft nachgehen können. Und direkt danach würde ich alle Regierungschefs der Welt einladen und solange zusammensperren, bis alle Krisen- und Kriegsgebiete mit einem Schlag aufgelöst werden. Man wird ja wohl mal träumen dürfen.

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Von MAZonline