Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Vorhang auf für die Helmholtz-Schule
Lokales Potsdam Vorhang auf für die Helmholtz-Schule
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:18 24.03.2014
Die Lederjacken und Frisuren sitzen schon mal: Nach monatelangen Proben zeigen die Helmholtz-Schüler in der nächsten Woche, was sie musikalisch drauf haben. Quelle: Bernd Gartenschläger
Anzeige
Potsdam

Doch erst mal zu dem Broadway-Musical, das als Vorlage dieses musikalischen Wirbelsturms fungiert. Die pummelige Tracy Turnblad träumt im amerikanischen Baltimore des Jahres 1962 von nichts als Haaren und der erfolgreichen "Cornie Collins Show", in der toupierte Tänzer zur neuesten Musik tanzen. Tracys größter Traum ist es, einmal in der Sendung mitzutanzen. Sie setzt sich gegen ihre Eltern durch und nimmt am Casting teil. Obwohl sie wegen ihrer Körperfülle abgelehnt wird, kommt sie über Umwege doch an einen Platz und darf neben Link, ihrer großen, unerreichbaren Liebe, tanzen. Kaum ist Tracy dabei, gerät sie in einen Konflikt zwischen den farbigen Tänzern und der Produzentin. Der "Negro-Day", auf dem die Kids tanzen, soll abgeschafft werden. Tracy will ihren Freunden helfen und versucht außerdem, die "Miss Teenage Hairspray"-Wahl zu gewinnen.

Wir wollen nicht zu viel verraten, aber natürlich ist die Umsetzung eines solchen Stoffs gar nicht so leicht. Statt der im Original thematisierten Rassentrennung steht hier der "Ghetto-Day" und der Konflikt zwischen ärmeren und reicheren Jugendlichen im Fokus des Musicals. Sonst gibt es kaum Abweichungen vom Original und die Probe zeigt: Begeistert haben die Schüler das Stück verinnerlicht. Wahrscheinlich liegt das auch an der zeitlosen Thematik: Das Fernsehen führt Tracy eine unerreichbare Perfektion vor, der sie nachzueifern versucht. Doch akzeptiert sie sich so, wie sie ist?

Anzeige
PREMIERE AM 2. APRIL„Hairspray“ ist ein US-amerikanischer Musik- und Tanzfilm aus dem Jahr 2007. Die Verfilmung des bekannten Broadway-Musicals basiert auf dem gleichnamigen Film von John Waters von 1988. Knapp 70 Schülerinnen und Schüler wirken an dem aktuellen Schulmusical des Helmholtz-Gymnasiums mit. Ein 20-köpfiges Ensemble ist während der Show auf der Bühne zu sehen. Unterstützt werden die Jugendlichen der 11. und 12. Klasse von Musikstudenten der Universität Potsdam. Der Kunst-Grundkurs bastelte die Kostüme und das Bühnenbild. Am kommenden Mittwoch , dem 2. April 2014, feiert das Schulmusical „Hairspray“ Premiere im Nikolaisaal, Wilhelm-Staab-Straße 10–11. Die Vorstellungen finden täglich bis zum Samstag, dem 5. April, jeweils um 19.30 Uhr, statt. Kartenverkauf: Tel. 0331/2 88 88 28 und unter www.nikolaisaal.de. Quelle: Veranstalter
DREI FRAGEN AN . . .Silva Weller besucht die elfte Klasse am Helmholtz-Gymnasium. Die 16-Jährige spielt im Schulmusical „Hairspray“ die kräftig gebaute Hauptfigur Tracy Turnblad. Weil Weller in Wirklichkeit aber kein bisschen pummelig ist, steigt sie für das Stück in einen Fettanzug aus Schaumstoff ...MAZ:Ihr probt ja seit Monaten jeden Samstag den ganzen Tag lang. Bedeutet das Musical nicht zusätzliche Arbeit und sehr viel Stress neben der Schule – vor allem, wenn man die Hauptrolle spielt?Silva Weller: Es geht. Vor den Winterferien hatten wir ja sogar eine ganze Probewoche, und wir haben nicht nur samstags, sondern auch mal ganze Wochenenden geprobt! Das war schon ziemlich anstrengend, aber auch sehr produktiv. Wir brauchen einfach die Zeit, bis alles klappt und alle wissen, dass es sich am Ende lohnt. Außerdem wusste man ja von Anfang an, worauf man sich da eingelassen hat. Ich habe meinen Text zum Glück zeitig gelernt und es irgendwie geschafft, die Anstrengung halbwegs zu begrenzen. Ich glaube, diejenigen, die gerade im Abiturstress sind, haben es wesentlich schlechter. Das größte Problem ist, dass es viele Szenen mit vielen Sängern und Tänzern gibt. Jeder Einzelne von ihnen hat ein Headset. Deswegen muss jeder perfekt singen – die ganze Zeit. Was macht dir am meisten Spaß: singen, tanzen oder schauspielern?Weller: Es ist eher die Mischung, die ich so spannend finde. Ich habe vorher vor allem gesungen und getanzt. Aber die Abwechslung – zwischen Choreografie, Szene und Gesang – macht total Spaß. Das ist in dieser Form neu für mich.Wie hast du deine Liebe zur Musik entdeckt, und was ist deine Motivation, in dem Musical mitzuspielen?Weller: Meine ganze Familie ist musikalisch. Ich bin mit Musik aufgewachsen. Mein Vater arbeitet in der Branche, und meine Mutter ist Chorleiterin, Gesangs- und Geigenlehrerin. Meine große Schwester macht auch Musik, und alle bei uns können Klavier spielen. Musik ist ein riesiger Teil in meinem Leben. Da wollte ich die Herausforderung einfach mal annehmen und die Erfahrung sammeln, so ein großes Musical mit Regisseurin und Choreografin auf die Beine zu stellen. Das Ganze ist ziemlich professionell aufgezogen. Es ist toll, dabei zu sein. Der musikalische Teil ist ja quasi das Aushängeschild der Schule. Quelle: Sendker (Interview), Gartenschläger (Foto)

Von Jonathan Sendker und Janek Mattheus

24.03.2014
Polizei Potsdam: Polizeibericht vom 24. März - Diskobesuch endet mit Nasenbruch
24.03.2014
Potsdam Eine Kritik am "Focus"-Check - Potsdam laut Studie nur Mittelmaß
23.03.2014
Anzeige