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Potsdam Wahlplakate verbrannt: Saskia Ludwig (CDU) stellt Strafanzeige
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Wahlplakate zerstört: Saskia Ludwig (CDU) stellt Strafanzeige

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15:17 06.09.2021
Beim MAZ-Talk am 30. August war Saskia Ludwig (CDU) noch in bester Stimmung. Nun stellt sie Strafanzeige wegen Sachbeschädigung.
Beim MAZ-Talk am 30. August war Saskia Ludwig (CDU) noch in bester Stimmung. Nun stellt sie Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Quelle: Julius Frick
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Potsdam

In Eiche sollen Unbekannte am vergangenem Wochenende die Wahlplakate der CDU-Direktkandidatin des Wahlkreises 61, Saskia Ludwig, verbrannt haben. Deshalb stellt die Bundestagsabgeordnete nun Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Dies teilt ihr Wahlkreisbüro mit.

„Wir können nicht alle kollektiv die Verrohung in der politischen Auseinandersetzung beklagen und dann nach solchen Angriffen tatenlos bleiben. Deshalb habe ich heute Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet,“ wird Saskia Ludwig in der Mitteilung zitiert.

Auch in Groß-Glienicke seien nach Angaben des Wahlkreisbüros die Wahlplakate der Direktkandidatin angegriffen worden. „So wurden unter anderem eine Plakatgroßfläche mehrere Male umgestürzt“, heißt es in der Mitteilung. Hinweise auf die Täter gäbe es bisher nicht.

Die zerstörten Wahlplakate sind kein Einzelfall

Die Direktkandidatin Saskia Ludwig ist nicht die Einzige, welche die Zerstörung von Wahlplakaten beklagt. Die Berichte über zerstörte, beschmierte und unkenntlich gemachte Plakate haben sich im Laufe der Bundestagswahl parteiübergreifend gemehrt. Vor allem Wahlplakate der FDP, AfD, Grüne und Linke werden auffällig oft angegriffen.

So bezeichnete etwa Holger Rohde, Kreisvorstand der Liberalen, die Angriffe gegenüber der MAZ jüngst als „inakzeptabel“. Eine Demokratie lebt von einem offenem und freien Austausch von Argumenten. Vandalismus bedeutet die Verweigerung von Kommunikation.“ Das Problem sei jedoch, dass so gut wie nie ein Täter gefunden werde.

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Der Wahlkampfleiter der SPD, David Kolesnyk, sagt, dass es Zerstörungen und Beschädigungen von Wahlplakaten schon immer gegeben habe. „Es ist schade, dass Leute ihre Meinung durch die gezielte Zerstörung politischer Werbung ausleben. Auch das ist eine Form von Gewalt“, sagt er. Bei der SPD gehe man davon aus, dass bis zum Wahltag bis zu einem Fünftel aller Plakate ersetzt werden müssen.

Von MAZonline