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Potsdam Warum die Lieberoser Heide bei Bränden besonders gefährdet ist
Lokales Potsdam Warum die Lieberoser Heide bei Bränden besonders gefährdet ist
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18:03 09.07.2019
Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Lieberoser Heide. Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald
Lieberoser Heide

In den letzten drei Jahren brachen bei großer Trockenheit immer wieder Waldbrände in der Lieberoser Heide aus. Erst am Wochenende hatte die Feuerwehr im Waldgebiet der Niederlausitz alle Hände voll zu tun,die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Grund dafür sind die kampfmittelbelasteten Zonen in der Heide.

Test von Munition und Waffentechnik

Mit rund 27 000 Hektar war die Lieberoser Heide einer der größten Truppenübungsplätze der DDR. Davor, in der NS-Zeit, hatte eine SS-Division von 1942 bis 1945 den Platz genutzt. Ab 1947 übernahmen die sowjetischen Streitkräfte das Gelände. Von 1947 bis 1992 wurden auf dem Truppenübungsplatz Munition und neue Waffentechnik getestet. Welcher Art sie war, können Experten bis heute nicht genau sagen.

1922 fiel der letzte Schuss auf der Lieberoser Heide

In Spitzenzeiten waren nach Angaben der Oberförsterei Lieberose bis zu 50 000 Mann auf der Fläche. Auch Manöver wurden abgehalten. 1992 fiel dort der letzte Schuss. Danach ging die Fläche an die Bundesrepublik, die fünf Jahre später die Heide an das Land Brandenburg abtrat. Die derzeitigen Eigentümer, der Landesbetrieb Forst Brandenburg, die Stiftung Naturlandschaften, private und kommunale Besitzer bewirtschaften das Gebiet teilweise.

Hohe Temperaturen auf dem Erdreich durch Munitionsrückstände

Nach wie vor gibt es Munitionsrückstände und noch intakte Munition. Bei Witterungsbedingungen wie großer Hitze und kaum Regen können sich nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) Temperaturen von bis zu 50 Grad und mehr auf dem Erdreich entwickeln. Kampfmittel, die Phosphor enthalten, können sich dann selbst entzünden.

Von RND/dpa

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