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Potsdam Was mit dem Umbau des Leipziger Dreiecks auf Potsdam zukommt
Lokales Potsdam Was mit dem Umbau des Leipziger Dreiecks auf Potsdam zukommt
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00:21 04.03.2019
Die Friedrich-Engels-Straße (unten) endet am Leipziger Dreieck mit vier Abbiegespuren. Ab Mai bleibt davon für anderthalb Jahre nur eine. 20 000 Autos fahren täglich auf dieser Straße in beide Richtungen. Quelle: Lutz Hannemann
Innenstadt

Es ist das größte Straßenbauprojekt der kommenden Jahre: der Neubau der Tramschleife zwischen Leipziger Dreieck und Hauptbahnhof. Ab Mai wird dafür die Friedrich-Engels-Straße vor der Kreuzung von vier Spuren auf eine Spur verengt, auch die Gegenseite deutlich eingeschränkt. Das Verkehrschaos scheint damit garantiert, denn schon jetzt gerät die Kreuzung vor allem im Berufsverkehr an ihre Grenzen, stauen sich die Autos auf der Friedrich-Engels-Straße oft über viele hundert Meter. Stellt sich die Frage: Wie soll das eigentlich ab Mai am Leipziger Dreieck funktionieren?

Was erwartet die Stadt bei der geplanten Verengung derFriedrich-Engels-Straße?

Aktuell fahren laut Stadt täglich etwa 20 000 Fahrzeuge in beiden Richtungen auf der Friedrich-Engels-Straße. Ob dieses Verkehrsaufkommen die Leistungsfähigkeit der Kreuzung bei den bevorstehenden Einschränkungen übersteigen wird, kann die Stadt aktuell noch nicht sagen. Da der Hauptausschuss erst am Mittwochabend der Auftragsvergabe zugestimmt hat, seien die Planungen der einzelnen Ampelprogramme noch nicht abgeschlossen, erklärt Stadtsprecher Markus Klier. Und damit könnten über die konkreten Auswirkungen noch keine „seriösen Aussagen“ getroffen werden. Nur so viel ist auch der Stadt bewusst: „Es wird sicher zu Beeinträchtigungen kommen.“ Nun würden aber erstmal mit dem Auftragnehmer die „Details zur Baustelle und zum Bauablauf“ geklärt. So viel versichert Klier den Potsdamern allerdings: „Vor dem Beginn der Bautätigkeit werden wir rechtzeitig und umfangreich über die Umsetzung informieren.“

Wie werden Radfahrer über die Kreuzung geführt?

Für Radfahrer werden sich die Wege laut Stadtverwaltung je nach Bauphase ändern. Der Bauablauf für den Einbau der Gleise sieht insgesamt zehn Unterphasen vor. Dabei herrschen sehr unterschiedliche Platzverhältnisse. Das bedeutet: Radfahrer müssen sich auf eine ständig ändernde Verkehrsführung einrichten.

Was tut die Stadt, um ein Verkehrschaos zu verhindern?

„Die wenigen möglichen alternativen Verkehrsführungen werden geprüft, analysiert und im Interesse aller Verkehrsarten abgewogen“, erklärt Stadtsprecher Klier. Auch die Ampelschaltung werde angepasst. „Dennoch wird es Beeinträchtigungen für den Autoverkehr geben.“ Deswegen setzt die Stadt vor allem auf eine frühzeitige Information. „So kann jeder Verkehrsteilnehmer für sich prüfen und überlegen, ob es für ihn eine andere Möglichkeit gibt, zum Beispiel die Umfahrung auf einer anderen Strecke, den Umstieg auf andere Verkehrsmittel wie den öffentlichen Personennahverkehr oder das Fahrrad.“

Warum muss das Leipziger Dreieck überhaupt umgebaut werden?

Die Stadt möchte mit dem Umbau der die „Verkehrs- und Erschließungsqualität im Bereich des Leipziger Dreiecks mit dem angebundenen Hauptstraßennetz“ optimieren. „Die Situation ist für Verkehrsteilnehmer aller Art derzeit eher verwirrend und führt zu Verunsicherung und Sicherheitsproblemen.“ Die Straßenbahn wendet im Gegenverkehr der stadteinwärtsführenden Autospuren. Deswegen sei dieser Bereich insbesondere für Fußgänger und Radfahrer nur aufwendig und mit großem Zeitverlust passierbar.

Die Folge: „Es kommt fast täglich zu Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und damit zu einem hohen Sicherheitsrisiko.“ Auch die Autofahrer würden durch den Straßenbahnverlauf behindert, erklärt Klier, denn beim Einfahren der Tram „haben alle anderen Verkehrsteilnehmer gleichzeitig rot“.

Diese besonders schwierige Bauphase dauert bis Ende 2020. Frühestens ab 2023 werden dann auch die Gleise in der Heinrich-Mann-Allee verlegt, damit die Tram dort eine eigene Trasse erhält.

Von Anna Sprockhoff und Peter Degener

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