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Potsdam Das ist der neue Chef vom Waschhaus Potsdam
Lokales Potsdam Das ist der neue Chef vom Waschhaus Potsdam
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20:48 10.04.2018
Mathias Paselk wird neuer Chef im Waschhaus Quelle: Joachim Liebe
Potsdam

Das Waschhaus als größtes unabhängiges Kulturzentrum im Land hat einen neuen Chef. Mathias Paselk (44), der dem Club bereits als DJ und Veranstalter verbunden ist, übernimmt die Geschäftsführung zum 1. Juli. Das hat Steffen Leier als geschäftsführender Gesellschafter am Dienstag gegenüber MAZ bekannt gegeben.

Der Vertrag mit dem bisherigen Geschäftsführer Siegfried Dittler ist von den Gesellschaftern 2017 nicht mehr verlängert worden. Über die Gründe schweigen sich die Beteiligten aus. Um die Nachfolge hatten sich laut Leier 25 Interessenten aus ganz Deutschland beworben.

Steffen Leier. Quelle: Friedrich Bungert

Wichtigste Maßnahme in der Übergangszeit seien Verhandlungen zur Waschhaus-Arena gewesen, sagt Leier. Die Besucherzahl der größten Halle auf dem Kulturgelände war nach einem Konzert mit Axel Prahl und Andreas Dresen im Januar 2017 von bis dahin 1300 Gästen auf 700 limitiert worden. Grund war der Rückgriff auf die 2006 erteilte Baugenehmigung. Laut Leier liegt seit Januar eine neue Baugenehmigung für 1300 Personen vor.

Wanda-Konzert musste verlegt werden

Mehrere Auflagen wie der Nachweis ausreichender Toiletten sowie einer entsprechenden Be- und Entlüftung seien erfüllt. Bis zum vierten Quartal werde auch die Brandmeldeanlage erneuert.

Die Folgen des Arena-Streits seien für das Waschhaus empfindlich gewesen. So habe man das Doppelkonzert der Rockband Wanda im März 2017 als Anmietung in die Babelsberger Metropolishalle verlegen müssen – mit entsprechend geringeren Einnahmen für das Waschhaus. „Wir wären mit Wanda lieber in der Arena geblieben“, sagt Leier. Weitere Veranstalter hätten dem Waschhaus wegen der geringeren Saalkapazität komplett abgesagt.

Wandas Konzert musste aus Platzgründen verlegt werden Quelle: Christel Köster

Freiluft-Kino und Openair-Konzert

Ein Veranstaltungshöhepunkt der Saison 2018 soll laut Leier das Open-Air-Konzert von Glasperlenspiel am 28. Juli werden. Mit dem Thalia-Kino sei eine Fortsetzung der Partnerschaft beim Freilicht-Kinosommer vereinbart.

Paselk nannte am Dienstag als erste Schwerpunkte neben der Arena die Erneuerung des Internet-Auftritts und eine generelle Stärkung der Aufenthaltsqualität der Schiffbauergasse.

Aktuell ähnele sie dem Stern-Center: die Gäste kämen, konsumierten und gingen wieder nach Hause. Erster Schritt sei die Öffnung der Waschhaus-Gastronomie unabhängig vom Veranstaltungsbetrieb. Als eigentliche Gründungszelle des Kulturquartiers am Wasser sei das 1992 eröffnete Waschhaus in besonderer Pflicht.

Der neue Chef des Waschhauses

Mathias Paselk (44), aufgewachsen in Brandenburg an der Havel, arbeitete in den 1990er Jahren als Schornsteinfegermeister.

In seiner Heimatstadt war er am Aufbau der Jugendkulturfabrik im Haus der Offiziere zum namhaften freien Kulturzentren beteiligt. Seit 25 Jahren ist er als DJ und Konzertveranstalter unterwegs.

Von 1999 bis 2001 arbeitete Paselk als Booker im Babelsberger Lindenpark. Dem Waschhaus ist er seit etwa zehn Jahren als DJ und Veranstalter verbunden.

Dem Diplomstudium der Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam von 2000 bis 2005 folgte von 2006 bis 2013 ein Magisterstudium der Philosophie und Geschichte an der Universität Potsdam.

Derzeit leitet er das Regionalbüro der Plattform für Kulturelle Bildung Brandenburg mit Sitz in der Geschäftsstelle der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte.

Von Volker Oelschläger

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