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Potsdam Weiter kein Nachfolger für Ex-Stadtkonservator Andreas Kalesse
Lokales Potsdam Weiter kein Nachfolger für Ex-Stadtkonservator Andreas Kalesse
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14:36 12.06.2018
Ex.Stadtkonservator Andreas Kalesse.. Quelle: Archiv
Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam wird auch in den kommenden Monaten keinen Chef-Denkmalpfleger haben. Die Stadtverwaltung hat die Ausschreibung für die wichtige Stelle gestoppt -. „aus beamten – und verfahrensrechtlichen Gründen“. Das hat Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) am heutigen Dienstag den Mitarbeitern der Denkmalpflege mitgeteilt. Heißt: Die Nachfolge von Stadtkonservator Andreas Kalesse, der Ende Februar in den Ruhestand ging, bleibt weiter ungeklärt. Damit ist ein Leitungsposten im Rathaus weiter vakant; die Neuausschreibung soll während der Ferienzeit rausgehen. Mit einer Nachfolgerin beziehungsweise einem Nachfolger sei „hoffentlich“ bis Ende des Jahres zu rechnen, sagte Rubelt auf MAZ-Nachfrage. Allerdings sei dies eine optimistische Schätzung der bürokratischen Abläufe.

Dabei hatte es bereits eine potenzielle Nachfolgerin für Kalesse gegeben. Nachfolgerin sollte Andrea Behrendt werden, aktuell Leiterin des Amtes für Bau- und Kunstpflege Verden der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Sie hatte sich in einem Bewerbungsverfahren gegen knapp 40 Mitbewerber durchgesetzt.

Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) bei einer Podiumsdiskussion. Quelle: Friedrich Bungert

Das Problem: Behrendt ist verbeamtet, wollte ihren Status nicht verlieren. Die Potsdamer Stelle war jedoch als Angestelltenverhältnis ausgeschrieben. Eine Umwandlung in eine Beamtenposition schien zunächst kein Problem darzustellen - auch aus Rubelts Sicht, der sich sehr um seine Wunschkandidatin bemühte. Letztlich wäre jedoch eine Ausnahmegenehmigung des Innenministeriums notwendig gewesen – ohne Erfolg. Der Baudezernent hat wenig Verständnis für die Entscheidung: „Das Land hat offensichtlich Schwierigkeiten, kirchliche Beamte anzuerkennen“, erklärt Rubelt: „Vom kirchlichen Beamtendienst hin nach Brandenburg scheint nicht gangbar zu sein.“ Angesichts des Fachkräftemangels wäre es „wünschenswert“, hier klare Regelungen zu finden.

Die Neuausschreibung für den Denkmal-Chefposten ist nun sowohl offen für Beamte als auch für Angestellte. Ob Andrea Behrendt wieder ihren Hut in den Ring wirft, ist offenbar noch nicht raus.

Von Ildiko Röd

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