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Potsdam Ausweichquartier des Behindertenbeirats wird barrierearm
Lokales Potsdam Ausweichquartier des Behindertenbeirats wird barrierearm
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00:32 29.06.2019
Inklusion spielt auf dem Campus der Verwaltung zunehmend eine größere Rolle. Der Behindertenbeirat hat Druck gemacht. Quelle: Peter Degener
Innenstadt

Die Situation des Behindertenbeirats in seinem Ausweichquartier auf dem Areal der Stadtverwaltung soll zeitnah verbessert werden. Nachdem die Bedingungen für den Beirat im Haus 1 – insbesondere die schwierige Erreichbarkeit für Menschen mit Behinderungen - bemängelt wurden, kam es nun zu einer Vor-Ort-Besichtigung. Im Ergebnis will der Kommunale Immobilienservice (Kis) bei zahlreichen kleineren Punkten Abhilfe schaffen.

Künftig frühere Zusammenarbeit bei Neubauten vereinbart

Alexander Wietschel vom Behindertenbeirat zeigte sich gegenüber der MAZ sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Beinahe alles, was wir gerügt haben, wurde aufgenommen und wird nun nachgerüstet. Wir reden nicht mehr aneinander vorbei, sondern formulieren klar, was wir brauchen. Es ist eine neue Art der Kommunikation entstanden“, sagte Wietschel.

Er habe erst Anfang der Woche mit Kis-Werkleiter Bernd Richter ausgemacht, dass der Beirat künftig früher in Bauprojekte involviert wird. „Bei Neubauten hilft unsere Expertise, um teure Umrüstungen zu vermeiden“, so Wietschel.

Das große Haus der Stadtverwaltung beherbergt in der 1. Etage mehrere Beiräte, hat aber Mängel in Fragen der Barrierefreiheit. Quelle: Peter Degener

Mehr Schilder, mehr Licht, bessere Türen

In Haus 1 werden nun zeitnah „großzügige Ergänzungen bei der Beschilderung und Orientierung über Wegweiser und Markierungen“ erfolgen. Auch die Beleuchtung im Flur soll verbessert werden. Vor allem der Hintereingang in das Gebäude soll in den kommenden Wochen zu einer elektrisch öffnenden Tür mit einem Tastfeld umgebaut werden. In der Nähe dieser Tür verspricht die Verwaltung auch zusätzliche Behindertenstellplätze.

Eine Automatiktür im Flur zum Beiratsbüro wird künftig mit einer Feststellanlage ausgestattet, das heißt, dass sie dauerhaft offensteht und damit Probleme von einigen Menschen mit der schnell schließenden Tür ausgeräumt werden.

Barrierefreie Toilette kommt frühestens im Herbst

Etwas länger, voraussichtlich bis zum Herbst, wird der Bau einer behindertengerechten Toilette dauern. Dafür steht bislang in der 1. Etage des Haus 1 kein Raum zur Verfügung. Ein Lagerraum des Migrantenbeirats könnte allerdings in den Keller verlagert und dann zur Toilette umgebaut werden – so der Wunsch des Behindertenbeirats. „Der Migrantenbeirat hat sich gerade neu konstituiert und wir werden ihm jetzt diesen Vorschlag machen“, sagt Alexander Wietschel.

Alex Wietschel ist Mitglied des Beirats für Menschen mit Behinderung. Quelle: Peter Degener

Insgesamt rechnet Kis-Werkleiter Bernd Richter mit Umbaukosten von etwa 50.000 Euro. Ein Punkt des Behindertenbeirats bleibt ungelöst. Der Umbau des Treppenlifts im Eingangsbereich sei „baurechtlich nicht möglich“, so Bernd Richter.

Von Peter Degener

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