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Potsdam Warnung vor starkem Gewitter und Starkregen am Mittwoch in Potsdam
Lokales Potsdam

Wetterwarnung vor Gewitter und Starkregen am Mittwoch in Potsdam

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18:43 30.06.2021
Anhaltender Regen am 30. Juni. Am Vormittag hatten sich teilweise große Pfützen gebildet, wie hier in Babelsberg an der Ecke Rosenstraße/ Paul-Neumann-Straße.
Anhaltender Regen am 30. Juni. Am Vormittag hatten sich teilweise große Pfützen gebildet, wie hier in Babelsberg an der Ecke Rosenstraße/ Paul-Neumann-Straße. Quelle: Alexander Engels
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Potsdam

Seit der Nacht regnete es am Mittwoch in Potsdam ununterbrochen und ein Ende war am frühen Abend noch nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Deutsche Wetterdienst warnte um kurz nach 18 Uhr noch immer vor möglichen schweren Gewitter und teils länger andauernden Starkniederschlägen. Die Meteorologen schlossen örtlich Niederschlagsmengen von insgesamt bis zu 80 Litern nicht aus. Am frühen Abend dann aber eine Verschnaufpause, der Regen in Potsdam ließ nach. Weiterer Niederschlag in der Nacht zu Donnerstag ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Bereits am Dienstagabend warnte der Wetterdienst wie berichtet vor Gewittern und starken Sturmböen – wirklich stattgefunden hat in Potsdam beides nicht.

Vollgelaufene Keller im Norden Brandenburgs

Gewitter mit Starkregen haben in Brandenburg mancherorts für entwurzelte Bäume und vollgelaufene Keller gesorgt - am Mittwoch waren vor allem der Norden und der Osten des Landes betroffen. In der Stadt Prenzlau (Uckermark) musste die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Größere Schäden oder Verletzte verzeichneten Polizei und Feuerwehr zunächst nicht. In Prenzlau mussten Kinder einer Kita in den zweiten Stock des Gebäudes gebracht werden, wie ein Mitarbeiter der Feuerwehr vor Ort sagte. Im unteren Bereich des Gebäudes sei Wasser eingedrungen. Zudem seien in der Stadt zahlreiche Keller voll Wasser gelaufen. Vermutlich hätten die Abflüsse die Wassermengen nicht mehr aufnehmen können.

Der Betreiber des Cafés im Museum Prenzlau, Stefan Heß, berichtete von einem kurzzeitigen, aber heftigen Starkregen. „In der kurzen Zeit war es heftig, was an Wasser runterkam“, sagte er der dpa. Das Wasser drohte in den Eingang des Gebäudes zu laufen. „Als wir das gemerkt haben, haben wir versucht, den Eingang zu blockieren“. Die Gullys hätten das Wasser nicht mehr aufgenommen. Nach einer halben Stunde habe sich die Wetterlage beruhigt.

Im Kreis Oberhavel und im Kreis Barnim waren Äste abgebrochen und Keller voller Wasser gelaufen, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost in Eberswalde sagte. Im Kreis Oberhavel sei die Feuerwehr 60 Mal im Einsatz gewesen, im Kreis Barnim 48 Mal. In Wensickendorf, einem Ortsteil von Oranienburg (Oberhavel), wütete das Gewitter bereits am Dienstag kurz und heftig. Bäume fielen auf die Straße, auf einen Carport und auf das Dach eines Bungalows. Verletzte gab es nach Angaben der Regionalleitstelle Nordost nicht. Insgesamt seien sechs Ortsfeuerwehren mit 30 Autos in der nördlichen Region im Einsatz. Die Leitstelle für den Kreis Oder-Spree konnte zunächst keine Auskunft über die Zahl der Einsätze geben. Es sei zu viel zu tun, sagte eine Mitarbeiterin auf Anfrage. In der Prignitz im Norden war die Lage dagegen überschaubar, wie es von der Leitstelle Nordwest hieß.

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Die Woche bleibt regnerisch

Die Temperatur steigt am Mittwoch auf Werte um knapp über 20 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West. Auch am Donnerstag wird es in Potsdam wohl wieder regnerisch. Das Thermometer soll 16 bis 19 Grad erreichen und auffrischender Wind in Böen aus Südwest wehen.

Überwiegend stark bewölkt ist es dann am Freitag. Die Höchstwerte betragen 21 Grad, die Tiefstwerte 14 Grad. Der Wind bläst dann laut Wetterdienst leicht bis mäßig aus West.

Von MAZonline/ dpa