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Potsdam Wie spielt es sich auf dem Weberspielplatz in Babelsberg?
Lokales Potsdam Wie spielt es sich auf dem Weberspielplatz in Babelsberg?
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18:41 21.07.2019
Willkommen bei Bäcker Nils (3) auf dem Weberspielplatz in Babelsberg. Quelle: Alexander Engels
Babelsberg

Die Ferienzeit ist ja ideal, um die freien Stunden mit den Kindern auf einem der vielen Potsdamer Spielplätze zu verbringen. Doch auf welchem? Drei MAZ-Redakteure, unterstützt von Praktikern zwischen 1,5 und neun Jahren, nehmen einige Plätze unter die Lupe beim großen Spielplatzcheck.

Die MAZ-Redakteure und ihre Kinder zeigen die schönsten Orte zum Buddeln, Toben und Rutschen in der Stadt. Den Anfang macht der Schiffsspielplatz auf der Freundschaftsinsel. Verraten Sie uns auch gern Ihre liebsten Spielplätze!

Auch die Stadt Potsdam will wissen, was Eltern und Kinder von den Spielplätzen halten und wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Derzeit läuft ein Online-Beteiligungsverfahren. Die Hinweise dazu finden sich auf vielen Spielplätzen.

Für die MAZ geht es diesmal zum Weberplatz im Herzen Babelsbergs neben der Friedrichskirche. Dort ist so etwas wie der kleine Bruder des nicht weit entfernten Plantagenspielplatzes – und das in mehrfacher Hinsicht.

Wie komme ich hin?

Es gibt keine Haltestelle am Weberplatz, aber der S-Bahnhof Babelsberg (Ausgang Wattstraße/Kino) und die Tram-Haltestelle Wattstraße der Linien 94 und 99 sind nur fünf Gehminuten entfernt. Rund um den Platz kann geparkt werden, aber es sind meist nur wenige Plätze frei. Immerhin: Sechs Fahrradständer sind dort.

Mit was können die Kinder spielen?

Ähnlich wie auf dem Plantagenplatz ist der Weberspielplatz gut zu überschauen. Doch ist auch die Zahl der Spielgeräte vergleichsweise überschaubar. Im Wesentlichen spielt sich alles in einem großen Sandkasten ab. Zentral steht dort eine Bäckerei.

Das große Spiel- und Kletterhaus – schön schief aus Robinienholz (Brandenburgs kreative Spielplatzschmiede „Sik-Holz“ im Fläming lässt grüßen) – hat im Erdgeschoss eine Backstube mit Tresen, auf dem Brote liegen, und einen Schornstein. Auf Krumen lauernde Raben sitzen auf dem Dach – und lassen sich auch von Kindern nicht verscheuchen. Denn das Hinaufklettern ist möglich und erlaubt. Im Obergeschoss, erreichbar über eine Treppe oder ein Kletternetz, setzt die Rutsche an.

Hier mal wieder der Makel: Nackter Edelstahl, der in der prallen Sonne glühend heiß wird. Schatten gibt es unter einigen Bäumen am Rand. Zum Klettern gibt es eine Menge, außerdem stehen niedrige Tische bereit fürs (Sand-)Kuchenbacken. Einzige Elemente außerhalb des Sandkastens sind ein Mini-Karussell und ein Wellen-Laufsteg.

Lesen Sie mehr über Potsdamer Spielplätze

Folgende Potsdamer Spielplätze haben die MAZ-Tester ausprobiert:

Schiffsspielplatz auf der Freundschaftsinsel

Die „Plante“ auf dem Plantagenplatz in Babelsberg

Den „Zickzack in die Wipfel“-Kletterspielplatz im Volkspark

Spielplatz in der Brunnen-Siedlung an der Heinrich-Mann-Allee

Was gibt es für die Eltern?

Zwei Bänke und eine besitzbare Sandkasteneinfassung sind vorhanden. Es gibt jedoch weder eine Toilette noch eine Wickelmöglichkeit, auch keinen Kiosk – aber das Babelsberger Zentrum ist ganz nah.

Wie sauber ist der Spielplatz?

Leider hebt nicht jeder seinen Müll (oder den der Kinder) wieder auf. Daher liegt Süßigkeitenpapier herum – leider aber auch Kippen und Kronkorken an den Bänken, die von abendlichen Besuchern zurückgelassen werden. Insgesamt macht der Platz aber einen sauberen Eindruck und die Spielgeräte wirken gepflegt.

Für wen ist der Spielplatz geeignet?

Geeignet für: Hier wird der Unterschied zum „großen Bruder“ Plantagenplatz deutlich: Der Weberplatz ist nur etwas für Kinder vom Krabbel- bis zum Kindergartenalter. Größere langweilen sich schnell. Nur die Kinder der Grundschule oder des Hortes „hängen“ dort ab, wenn sie aufs Abholen warten.

Fazit: Hier können die Kleinen munter drauf los krabbeln. Durch den Sand geht es zu diversen Stellen, um etwas zu entdecken oder zu besteigen. Wunderbare Greiferlebnisse dank Holzspielgeräten in krummer Form. Es dürften aber gern etwas mehr sein. Ein Klettergerät wurde schon entfernt, ein zweites ist nicht mehr vollständig.

Eine Verschattung wäre gut – gerade weil die Jüngsten sich dort tummeln. Wichtige Kritik des jungen Testers: Eine Schaukel fehlt. Das ist ein großes Manko. Aus Elternsicht fehlt eine bessere Absperrung. Der Platz ist völlig offen, nur durch eine Zierzäunchen von der Fahrbahn getrennt.

Das sind die Tester

Die Tester: Vier MAZ-Redakteure und ihre Kinder gehen abwechselnd auf Spielplätzen im Potsdamer Stadtgebiet probespielen.

Dieses Mal: Alexander Engels und seine Söhne (3 und 9 Jahre) aus Babelsberg.

Angebote für viele Altersgruppen, Klettermöglichkeiten und Sauberkeit sind ihnen besonders wichtig.

Von Alexander Engels

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