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Potsdam Wieder weniger Arbeitslose in der Region
Lokales Potsdam Wieder weniger Arbeitslose in der Region
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09:51 02.08.2019
Noch ist alles gut am Arbeitsmarkt in und um Potsdam. Quelle: Jens Kalaene/zb/dpa
Potsdam

Der Arbeitsmarkt in der Region ist weiterhin robust. Wie die Chefin der Potsdamer Agentur für Arbeit, Ramona Schröder, am Mittwoch mitteilte, waren im Juli im Stadtgebiet 5173 Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Quote von 5,4 Prozent. Im gesamten Agenturbezirk, der auch Brandenburg an der Havel sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming beinhaltet, waren 16.788 Menschen (4,9 Prozent) arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen minimalen Anstieg, in Relation zum Vorjahr aber eine positive Entwicklung.

Normaler Anstieg im Juli

Es gebe, so Ramona Schröder, im Juli stets einen saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen. „Knapp die Hälfte der neu arbeitslos gemeldeten sind junge Menschen nach der Ausbildung“, sagte sie. Diese würden dann erfahrungsgemäß im Herbst neue Stellen antreten. „Außerdem haben wir in diesem Jahr früh Sommerferien, so dass die Zahl der Neueinstellungen im Juni niedrig war“, so die Agenturchefin. „Für den August können wir schon vorwegnehmen, dass sich dies normalisieren wird.“

Das sind die genauen Zahlen

Im gesamten Agenturbezirk, also in den Städten Potsdam und Brandenburg an der Havel sowie in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming, waren im Juli 2019 16.788 Menschen arbeitslos, 313 mehr als im Vormonat und 438 weniger als im Juli 2018.

Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent – übrigens ist das auch die exakte bundesweite Arbeitslosenquote.

In Potsdam selbst liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 5,4 Prozent, davon sind knapp 58 Prozent männlich. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist mit 29,4 Prozent vergleichsweise gering. Ein Viertel der arbeitslos gemeldeten Menschen haben keinen deutschen Pass.

Doch die Anzahl der verfügbaren Arbeitsstellen nimmt ab. „Insgesamt beobachten wir eine differenzierte Entwicklung auf dem Stellenmarkt“, sagte Ramona Schröder. Außerhalb der Landeshauptstadt würden die Jobs weniger. „Momentan haben wir noch die Situation, dass die Zahl der Arbeitsstellen in Relation zur Arbeitslosenzahl gleich bleibt, weil diese ebenfalls sinkt“, sagte Schröder. Doch ab dem Herbst könnten die Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk erstmals nach vielen Monaten wieder steigen.

Zugleich bleiben auch in diesem Jahr wieder viele Ausbildungsplätze unbesetzt. „Zum dritten Mal in Folge steigt die Zahl der Lehrstellen in der Region, wir liegen jetzt bei etwa 4.000 Ausbildungsplätzen“, sagte Ramona Schröder. Die Zahl der Bewerber hingegen bleibt in etwa gleich, sie liegt bei etwa 2.800 jungen Menschen. „Dass die Arbeitgeber weiterhin mehr Lehrstellen schaffen, zeigt, dass sie sich auf die kommenden altersbedingten Abgänge vorbereiten“, so Schröder, „deshalb sehe ich weiterhin optimistisch in die Zukunft und auf die möglicherweise kurzzeitig steigenden Arbeitslosenzahlen.“

Positives Beispiel: ehemalige Lila Bäcker-Mitarbeiter

Der Markt bleibe weiter beweglich und aufnahmefähig. Dies zeigt nicht zuletzt das Schicksal der Mitarbeiter der Lila Bäcker-Filialen, die aufgrund der Insolvenz des Pasewalker Bäckereikette und der damit einhergehenden Filialschließungen ihre Arbeit verloren hatten. Allein im Landkreis Teltow-Fläming waren vor wenigen Wochen rund 45 Mitarbeiter betroffen – die Hälfte davon sei, so Ramona Schröder, schon jetzt in neue Jobs vermittelt worden oder befänden sich in einer Weiterbildungsmaßnahme mit Aussicht auf eine neue feste Stelle. „Wir können viele Menschen sofort wieder in Arbeit bringen“, sagte sie.

Von Saskia Kirf

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