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Potsdam Wiederauferstehung der Alten Post
Lokales Potsdam Wiederauferstehung der Alten Post
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08:57 13.02.2013
Momentan klafft hier noch eine Lücke. Bald soll das Eckgrundstück an der Friedrich-Ebert-Straße/Yorckstraße bebaut werden. Quelle: Christel Köster
Potsdam

Das Gebäude soll auf dem brachliegenden Grundstück an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/Yorckstraße entstehen, das im Besitz der städtischen Immobilienholding Pro Potsdam ist. „Wunderbar – durch die historische Fassade wird auch die Attraktivität des Umfelds deutlich erhöht und lässt sich künftig besser vermarkten“, freute sich Björn Teuteberg (FDP) nach der Abstimmung. Auch SPD, Bündnisgrüne und CDU hatten für den Original-Unger gestimmt. Die Linken, Bürgerbündnis und „Die Andere“ votierten dagegen.

Durch die Empfehlung für die Unger-Fassade sind die Pläne der Pro Potsdam gekippt, die den Bau lediglich mit Stilmitteln von Unger anreichern wollte. Als eine Art Kompromissvorschlag hatte die Pro Potsdam kürzlich den Fassaden-Entwurf des Potsdamer Architekten Bernd Redlich vorgelegt, der gestern auch im Ausschuss sprach. Wolfhard Kirsch (Bürgerbündnis) warb vehement für Mut zu Redlichs Variante: „Es ist sinnvoller zu sagen, man wählt einen gewagten, aber guten Entwurf, als zu sagen: ,Wir gehen zurück zu Unger und verbraten dabei noch eine Menge Geld.’“ Saskia Hüneke (Grüne) wies hingegen „einen abstrakten Unger“ als Lösung zurück: „Das Problem ist auch die vierte Dimension: Gerade Eckgebäude haben tiefe Fassaden mit vorkragenden Elementen.“

Vor Redlich hatten der Investor Daniel Panzer und sein Architekt York Stuhlemmer ihre Pläne für den Ungerschen Bürgerpalast vorgesstellt. Der Mediziner will das Grundstück von der „Pro“ erwerben und ein Ärztehaus bauen. Sogar eine Finanzierungszusage einer Bank sei vorhanden, verkündete Panzer gestern. Indes: die Kopie der Zusage hatte er nicht bei der Hand, um sie vorzuzeigen. Pro-Potsdam-Chef Horst Müller-Zinsius war gar nicht amüsiert über das Angebot einer „PPP“-Zusammenarbeit („Panzer Pro Potsdam“): Der Investor solle „endlich mal ein Angebot ohne Vorbehalte auf den Tisch legen – das ist das große Manko“, ätzte Müller-Zinsius.

Für Verwirrung sorgte das Stimm-Verhalten der CDU zur Zukunft der Alten Post: Einerseits stimmte sie dafür, dass das Grundstück weiter von der Pro Potsdam ausgeschrieben werden soll. Andererseits stimmte sie dem Antrag der Linken zu, die Pro Potsdam zu verpflichten, das Grundstück selber zu entwickeln. (Von Ildiko Röd)

Vom "Haus des Reisens" zum "Elefantenkäfig"

Im Auftrag Friedrichs II. errichtete Georg Christian Unger 1783 an der Ecke der heutigen Yorck-/Friedrich-Ebert-Straße ein „Posthaus“. Das später Alte Post genannte Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später abgerissen.

1968 wurde in der Baulücke das „Haus des Reisens“ errichtet, ein Hochhaus mit einem Reisebüro im Erdgeschoss.

Die Pro Potsdam erwarb das Grundstück im Jahr 2000 mit der Absicht, es abzureißen und durch einen modernen Neubau zu ersetzen.

Kritiker erkannten nach dem Abriss 2009 die Chance zur Rekonstruktion des Vorgängerbaus. In einem Werkstattverfahren einigte man sich auf eine Kompromisslösung: Moderner Neubau mit vorgehängten Lamellen, in die das Motiv der Ungerschen Fassade eingeätzt wird. Seit 2010 gibt es dafür eine Baugenehmigung.

Nach vielfachem Spott („Elefantenkäfig“) beschlossen die Stadtverordneten die Errichtung eines Eckbaus mit friderizianischer Fassade. Die Pro Potsdam wurde mit einer Ausschreibung beauftragt. Auch nach zweimaliger Ausschreibung zum Mindestgebot von zunächst 1,1 Millionen, dann von 500 000 Euro fand sich laut Pro Potsdam kein Investor.

Protest kam im Sommer von dem Berliner Mediziner Daniel Panzer. Er warf der Pro Potsdam sinngemäß vor, dass sie sein Angebot ignoriert habe. Das Verfahren wurde danach erneut eröffnet.

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