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Potsdam „Wir hoffen, dass auch unser Beitrag hilft“
Lokales Potsdam „Wir hoffen, dass auch unser Beitrag hilft“
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11:56 08.12.2016
Die Microtech-Geschäftsführer Michaela Behrendt und Joachim Barthel (vorn) mit den Mitarbeitern Katrin Martin,  Gerd Nowak, Enrico Schlüter und Jörg Stahnke (hintere Reihe v. l.) in Teltow.
Die Microtech-Geschäftsführer Michaela Behrendt und Joachim Barthel (vorn) mit den Mitarbeitern Katrin Martin, Gerd Nowak, Enrico Schlüter und Jörg Stahnke (hintere Reihe v. l.) in Teltow. Quelle: Privat
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Teltow

„Stäbchen rein – Spender sein“ – dieser überregionale Werbespruch für Typisierungen auf mögliche Stammzellenspender für Leukämiepatienten ist Michaela Behrendt, Geschäftsführerin der Microtech GmbH Electronic Teltow „ein Begriff“. Von Krebserkrankungen, sagt die Chefin, sei sie glücklicherweise in der Familie und im näheren Bekanntenkreis bislang verschont geblieben, aber es sei „total gut“, dass es Die Deutsche Stiftung gegen Leukämie in Potsdam gebe, um die Spenderdatei zu vergrößern. Alle gesunden Menschen zwischen 18 und 50 Jahren können sich als mögliche Spender typisieren lassen. Gisela Otto hatte die Stiftung in Potsdam gegründet. „Deshalb unterstützen wir Ihre Aktion mit 300 Euro“, sagte Michaela Behrendt der MAZ. „Wir hoffen, dass auch unser Beitrag hilft, Not zu lindern oder sogar Leben zu retten. Wir werden intern über Ihre Aktion informieren und eventuell den einen oder anderen motivieren.“ Besonders wichtig für die Teltower Firma: „Wir finden es toll, dass es regional ist.“

Das sei auch der Hintergrund gewesen für die Unterstützung der Stiftung „Für Familien in Not“. Diese wurde 1992 von Regine Hildebrandt (SPD), der damaligen Sozialministerin des Landes Brandenburg, gegründet. Seit mehr als 20 Jahren spende die Microtech GmbH jährlich dafür. Die Stiftung hilft Familien, eine aktuelle Notlage zu beseitigen oder zu lindern, wenn gesetzliche Ansprüche auf staatliche Leistungen nicht ausreichen.

Der Teltower Betrieb an der Oderstraße ist in diesem mit dem Großen Preis des Mittelstandes ausgezeichnet worden. Dieser wird seit 1995 von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobt. Neben wirtschaftlichen Kriterien ist auch regionales Engagement von Bedeutung. Die Firma hat sich auf dem Weltmarkt der Elektroindustrie erfolgreich etabliert und macht einen Jahresumsatz von vier bis fünf Millionen Euro. Auf der Liste seiner langjährigen und strategischen Partner führt der Betrieb das „Who is Who“ der Branche. Die in Deutschland beheimatete Produktion, deren Gründer Joachim Barthel ist, fertigt mit hohem Automatisierungsgrad jährlich insgesamt über 400 Millionen Chipwiderstände. „Microtech“, inzwischen unter Führung von Barthels Tochter Michaela Behrendt, versorgt seine Kunden für sogenannte High-End-Devices, wie Automatisierungs-, Medizintechnik oder Geräte für Mess- und Regeltechnik mit Chipwiderständen und Sensoren. In jedem Computertomographen stecken 36 000 Bauteile aus der Firma.

Dabei sah die Lage des Betriebes mal gar nicht so rosig aus: Microtech gehört zu den drei immer noch bestehenden Ausgründungen aus dem ehemaligen VEB Elektronische Bauelemente „Carl von Ossietzky“. Im Jahr 2000 stand die Firma dann kurz vor der Insolvenz, aber Barthel hielt durch und baute es mit 13/14 Leuten völlig neu wieder auf. Heute arbeiten wieder über 50 Kollegen an dem Teltower Traditionsstandort der Mikroelektronik.

Info zur Aktion: Die MAZ sammelt Spenden, um die Laborkosten für 222 neue Knochenmark- und Blutstammzellenspender bezahlen zu können. Dazu benötigen wir exakt 1 1  100 Euro. Das Spendenkonto: Deutsche Stiftung gegen Leukämie, Mittelbrandenburgische Sparkasse, IBAN: DE 25 160 500 00 1000 01 49 12; BIC: WELADED 1PMB; Stichwort: MAZ-Weihnachtsaktion.

Spendenquittungen können Sie von der Stiftung erhalten, sofern Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift bei der Überweisung mit angeben. Bei Summen unter 100 Euro genügt der Einzahlungsbeleg.

Von Claudia Krause

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