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Potsdam Wo Potsdam ein bisschen China und Italien war
Lokales Potsdam Wo Potsdam ein bisschen China und Italien war
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07:01 12.08.2019
Fächertanz, Trommeltanz und Schwertertanz mit dem Kaya-Ensemble auf der Freundschaftsinsel. Quelle: smirnova_v
Innenstadt

An diesem Wochenende konnte man in Potsdam von Asien bis ans Mittelmeer reisen – dafür musste man nur vom Kutschstall-Ensemble am Neuen Markt hinüber auf die Freundschaftsinsel gehen. Ein Katzensprung.

Auf dem Platz vor dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) ließen es sich die zahlreichen Besucher vor allem in kulinarischer Hinsicht gut gehen – musikalisch untermalt von Italo-Klängen. Besonderer Hingucker: eine echte Gondel, die mit ihrem blank polierten schwarzen Holz und den rosenbekränzten Sitzen das Herz jedes Venedig-Fans höher schlagen ließ. Doch kein venezianischer Gondoliere ist der Besitzer dieses Schmuckstücks. Alexander Fuchs ist Potsdamer, arbeitet im Café auf der Freundschaftsinsel und hat die Gondel selbst wieder in Schuss gebracht.

Impression vom italienischen Fest beim HBPG. Quelle: Varvara Smirnova

Auch das Wetter hatte an diesem Sonnabend fast einen italienischen Touch – besser hätte es auch an der venezianischen Lagune nicht sein können. Leider kann man nicht per Gondel über die Havel schippern, also musste man den kurzen Fußweg hinüber auf die Freundschaftsinsel machen, wo an diesem Abend der Ferne Osten stilbildendes Element war. Rote Lampions schaukelten sanft im Geäst der Bäume, asiatische Klänge verzauberten die ohnehin schon fast gemalt wirkende Landschaft des Gartendenkmals.

Chinesisches Taiji mit Biwang Yang. Quelle: Varvara Smirnova

 

Zum bereits zwölften Mal fand das Asien-Fest auf der Freundschaftsinsel statt: Kleinformatiger als in den Vorjahren, aber dafür an zwei Tagen, am Freitag und am Sonnabend. Jörg Näthe, ehemaliger Inselgärtner und maßgeblich an der Festorganisation durch den Freundschaftsinsel-Förderverein beteiligt, führte durch das vielfältige Programm. Fächer-, Trommel- und Schwerttanz; Musik-Darbietungen auf dem alten traditionellen Instrument Shamisen; chinesisches Taiji. Chinesische, japanische und koreanische Kreative nahmen daran teil.

Ganz schön viel los in der Stadt an diesem Wochenende: Im Kutschstall-Ensemble feierte man à la Bella Italia; auf der Freundschaftsinsel stand alles im Zeichen des Fernen Ostens.

Das Festwochenende rankte sich um eine Ausstellung im Freundschaftsinsel-Pavillon: „Pleinair-Malerei ostasiatischer und deutscher Künstler“, erklärte Näthe. Das Pleinair hatte auf der Insel stattgefunden.

Fächertanz, Trommeltanz und Schwertertanz. Quelle: Varvara Smirnova

Weshalb sich die Freundschaftsinsel dem Asien-Motto verschrieben hat? Die Antwort liegt in der Vegetation begründet; immerhin stammen viele Pflanzen in den modernen Gärten aus dem Osten, erläuterte Näthe: „Bambus, Blauregen, Fächerahorn, Stauden.“

Von Ildiko Röd

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