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Potsdam Wo alte Bücher neue Leser finden
Lokales Potsdam Wo alte Bücher neue Leser finden
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00:22 20.02.2019
Wer am Platz der Einheit auf den Bus oder die Bahn wartet, kann sich am Bücherschrank vor der Wilhelmgalerie die Zeit vertreiben. Quelle: Peter Degener
Potsdam

Wer viel liest, kennt das Dilemma: Das Bücherregal ist rappelvoll, in der Wohnung stapeln sich Krimis neben Liebesromanen, Biografien und historischen Romanen. Irgendwann stößt da auch jedes noch so große Zimmer an seine Grenzen und der Abschied ist unvermeidbar: Doch wohin mit alten Büchern? Die MAZ hat sich in der Region umgetan und verschiedene Möglichkeiten ausfindig gemacht, an denen alte Bücher die Chance auf neue Leser erhalten. Hier eine Übersicht über die Anlaufstellen für den kleinen und großen Bücherstau.

Zum Abgeben und Tauschen

Eine beliebte Option für einzelne Exemplare sind die Bücherschränke, die in Potsdam an mindestens sieben verschiedenen Orten stehen (siehe Infokasten). Das Prinzip ist einfach: Die Menschen stellen ihre ausgelesenen Bücher in die Schränke und können sich im Gegenzug andere mitnehmen. Wenn gerade keine Bücher abzugeben sind, kann man sich trotzdem Bücher herausnehmen. Die Bücherschränke sind öffentlich zugänglich und rund um die Uhr offen. Für Kisten voller Bücher eignen sich diese Anlaufstellen allerdings nicht.

Wo stehen Bücherschränke in der Stadt?

In Potsdam kommen die Bücherschränke gut an. An mindestens sieben Orten in der Stadt haben engagierte Bürger mittlerweile Zellen, Schränke oder Regale aufgestellt.

Überdachte Regale stehen vor dem Werner-Alfred-Bad in der Hegelallee 23.

Ein Bücherschrank steht im Bürgerhaus Sternzeichen in der Galileistraße 37 in der Seniorenfreizeitstätte. Der ist aber nur während der Öffnungszeiten des Bürgerhauses zugänglich: wochentags 10 bis 15 Uhr.

Ein Schrank aus Stahl und Glas steht im Stadtzentrum auf dem Platz der Einheit vor der Wilhelmgalerie, in der Nähe der Haltestelle Platz der Einheit/West.

Eine alte Telefonzelle tut in der Schiffbauergasse vor dem Restaurantschiff John Barnett ihren Dienst als jederzeit offener Bücherschrank.

Am Volkspark steht eine weitere umgebaute Telefonzelle in der Verlängerung der David-Gilly-Straße, Ecke Erwin-Barth-Straße.

In Golm ist eine solche Bücherzelle auf dem Campus der Universität zwischen der Mensa und Haus 7 zu finden. Auf dem Gelände der Universität in Golm steht außerdem ein Bücherregal im Lesecafé, im Haus 14 A. Das Café ist allerdings nur zugänglich, wenn die Uni-Gebäude geöffnet sind.

Einen weiteren Ort zum Abgeben und Tauschen von Büchern bietet das Philantow in Teltow, ein Mehrgenerationenhaus und Familienzentrum. In dem Café des Philantow an der Mahlower Straße 139 steht ein großes Regal, wo sich jeder bedienen kann – ob er ein Buch mitgebracht hat oder nicht. Der Kerngedanke ist allerdings, Bücher zu tauschen. Und auch hier geht es um einzelne Bücher.

Für kistenweise Bücher

Wer kistenweise Bücher loswerden will, kann sich an die „Bücherfundgrube“ wenden. Der Laden an der Brandenburger Straße 68 nimmt alles an Lesewerk entgegen und das in unbegrenzter Zahl. Auch alte Schallplatten und CDs lassen sich dort abgeben. Der Inhaber des Geschäftes, Jens-Uwe Meyer, holt die Bücher auf Wunsch auch ab. Er verkauft die Bücher für jeweils drei Euro. Er verkauft allerdings nicht jedes Buch selbst, das er annimmt. Die meisten Bücher verkauft er im Internet an Großhändler weiter. „Ein gebrauchtes Buch muss viel bieten, damit ich es für drei Euro verkaufen kann“, sagt er. „Es muss wie neu aussehen und es muss ein interessantes Thema behandeln.

Für den guten Zweck

Einzelne Exemplare ebenso wie Bücherkisten nimmt auch der Uganda-Laden in der Schornsteinfegergasse in Babelsberg entgegen. Dort verkaufen Gabriele Gocht und ihre Kollegen die Bücher jeweils für zwei Euro. Der Umsatz geht nach Abzug der Laden-Miete und eines Mitarbeiter-Gehalts an ein Schulprojekt in Uganda.

Der kleine Bücherladen und sein Lager sind auf ihren insgesamt knapp 40 Quadratmetern bis unter die Decke mit gebrauchten und zum Teil sehr alten Büchern vollgestellt. Alle abgegeben Bücher werden sortiert, mangelhafte und zu zerlesene Exemplare ausgesiebt.

Bis zu zwei Kisten Bücher nimmt ebenfalls der Oxfam-Shop an der Dortustraße 55 in Potsdam an. Die Exemplare müssten aber sehr gut erhalten sein, da sie noch gute Preise erzielen sollen, heißt es auf MAZ-Anfrage.

Was aus dem Verkauf der Spenden in dem Secondhand-Laden übrig bleibt, fließt laut Verein in die entwicklungspolitische Arbeit des Vereins Oxfam Deutschland in vielen Ländern der Welt. Was sich in dem Shop nicht verkaufen lässt, aber gut erhalten ist, gibt Oxfam nach eigener Auskunft an lokale Sozialkaufhäuser oder Beschäftigungsprojekte weiter.

Von Annika Jensen

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