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Potsdam Raubtiere in Neu Fahrland gesichtet
Lokales Potsdam Raubtiere in Neu Fahrland gesichtet
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22:07 22.11.2018
Wölfe könnten sich jetzt auch ins Stadtgebiet von Potsdam gewagt. Fahrlands Ortsvorsteher Claus Wartenberg berichtet jedenfalls von einer Sichtung. Quelle: dpa/Carsten Rehder
Fahrland

Jetzt gibt es Wölfe auch in Potsdam. Der Fahrländer Ortsvorsteher und SPD-Stadtverordnete Claus Wartenberg berichtete am Donnerstag im Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung über Sichtungen der Raubtiere am Nordrand der Stadt. Im Königswald seien drei gesichtet worden, im Katharinenholz zwei und in Grube drei. Es handelt sich nach Einschätzung von Wartenberg um unterschiedliche „Populationen“, also verschiedene Tiere. Zu dem Thema möchte der Sozialdemokrat im nächsten Ausschuss eine Stellungnahme der Stadt hören.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wölfe sich ins ländliche Gebiet der Landeshauptstadt wagen. Im Mai vergangenen Jahres hatte ein Wolf ein Reh in Nattwerder an der Wublitz gerissen. Das Rathaus hatte damals schon drei Wochen vorher einen Hinweis aus der Bevölkerung, dem man nachging, doch gesichtet wurde das Tier nicht. Das die Tiere bislang einen Bogen um die Stadt machen, liegt nach Ansicht der städtischen Naturschutzbehörde an der Abgrenzung durch den Autobahnring, doch sichtete im selben Jahr ein Jäger bei Glindow einen Wolf innerhalb des Berliner Rings und dokumentierte das.

Wolf stirbt bei Unfall im Raum Ferch

Ende April 2018 stieß ein Autofahrer bei Ferch in der Nähe von Potsdam mit einem Wolf zusammen, der plötzlich auf die Straße lief; das Tier überlebte den Aufprall nicht.

Um einen Wolf nachzuweisen, braucht es das Foto oder die Begutachtung des gerissenen Tieres, sagt Jörg Lippert, ehrenamtlicher Wolfsbeauftragter im Land. Es könnte ja euch ein frei laufender Hund gewesen sein.

In Brandenburg sind nach Angaben des Agrarministeriums seit der Wiederansiedlung der Wölfe 2007 rund 200 Raubtiere aktiv, die unter strengem Schutz stehen.

Von Rainer Schüler

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