Wohnen in Potsdam: An der Nuthestraße entstehen 230 neue Wohnungen
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Potsdam Grünes Licht für 230 neue Wohnungen an der Nuthestraße in Potsdam
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Wohnen in Potsdam: An der Nuthestraße entstehen 230 neue Wohnungen

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12:21 03.06.2021
Das abgeholzte Nuthewäldchen neben Humboldtbrücke.
Das abgeholzte Nuthewäldchen neben Humboldtbrücke. Quelle: Varvara Smirnova (Archiv, 7. April 2021)
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Potsdam

Der Bebauungsplan Nr. 145 „Am Humboldtring“ ist beschlossen worden. Gegenstimmen kamen von Linken und Anderen, sowie von Einzelstadtverordneten von BVB/Freie Wähler und Die Partei. Auf dem Areal zwischen Nuthestraße, Zentrum-Ost und Havel sollen 230 Wohnungen errichtet werden.

Über Jahre ist wegen einer Gefährdung von Sichtbeziehungen des Parks Babelsberg diskutiert worden. Zuletzt sorgte die sehr rasche Fällung des Nuthewäldchens auf dem Baufeld für Proteste.

Zuspruch und jede Menge Kritik

Für die Bürgerinitiative „Nutheschlange“ übergab Oliver Buchin mehr als 1300 Unterschriften gegen die Wohnbebauung. Die Rodung des Nuthewäldchens widerspreche dem Klimaschutz. Man gebe dem Dauerargument nicht nach, dass Potsdam ständig neue Wohnungen brauche.

Wolfhard Kirsch vom Bürgerbündnis konterte, eine Petition von Menschen, die solche Wohnungen brauchten, hätte sicher mehr als die 1300 Unterschriften. Man müsse den Mietmarkt entlasten.

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Für Die Partei schlug die Stadtverordnete Bettina Franke satirisch vor, „einfach alle Bäume abzuholzen. Dann haben wir das Problem nicht mehr.“ Die Grünen-Stadtverordnete Saskia Hüneke zeigte sich hin- und hergerissen, weil bauliche Verdichtung zugelassen werden soll, aber auch Bäume erhalten werden müssen. Anja Heigl kritisierte, dass das „Kühlaggregat Nuthewäldchen“ zu Hackschnitzeln abgeholzt und in Berlin verheizt wurde. Es sei nicht vermittelbar, warum hier Stadtgrün in Bauland verwandelt werden durfte und Tatsachen geschaffen wurden, ehe über den Bebauungsplan entschieden wurde.

Von Volker Oelschläger

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