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Potsdam Zossen deutlich günstiger als das Pfötchenhotel
Lokales Potsdam Zossen deutlich günstiger als das Pfötchenhotel
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16:16 08.04.2015
13 Meerschweinchen suchen ein neues Zuhause. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die Aufnahme der Potsdamer Fund- und Verwahrtiere durch den Tierschutzverein „Schützende Hand“ in Zossen ist deutlich günstiger als bei dem von der Landeshauptstadt lange bevorzugten Beelitzer Pfötchenhotel, das im vergangenen Jahr wegen Insolvenz geschlossen werden musste. Nach Mitteilung der Verwaltung auf eine kleine Anfrage der Potsdamer Demokraten bekommt Zossen monatlich 7000 Euro von der Stadt, während an das Pfötchenhotel pro Monat rund 9450 Euro überwiesen wurden. Pro Jahr ergaben sich für das 20 Kilometer entfernte Beelitz Aufwendungen in Höhe von 113 400 Euro, während für das doppelt so weit entfernte Zossen jährlich 84 000 Euro fällig werden. Die der MAZ vorliegende Mitteilung zur Tierheimfinanzierung durch die Verwaltung ist nicht öffentlich.

Deutliche Preisunterschiede bei der Tierunterbringung gab es schon zwischen dem Pfötchenhotel und der Sirius-Hundestation in Kremmen bei Oranienburg, die 2009 und 2010 als Tierheim für Potsdam arbeitete. Während das Pfötchenhotel 2008 mit 133 000 Euro sogar noch etwas mehr Geld von der Stadt bekam als das vor seiner Schließung zum Jahreswechsel 2007/08 vom Tierschutzverein Potsdam betriebene Tierheim am Wildpark, kam die Hundestation im 50 Kilometer entfernten Kremmen trotz des weiteren Anfahrtweges mit gut 105 000 Euro pro Jahr aus.

Wie berichtet, will die Stadt Ende April über eine europaweite Ausschreibung nach einem neuen Tierheimanbieter suchen. Der laut Mitteilung der Verwaltung auf jährlich 150 000 Euro dotierte Vertrag mit dem neuen Partner soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten und eine Laufzeit von drei Jahren mit Verlängerungsoption haben.

16 Meerschweinchen ausgesetzt

Über einen Fall von Tierfrevel informierte jetzt das Veterinäramt Potsdam-Mittelmark: 16 Meerschweinchen wurden in einem Wald bei Güterfelde ausgesetzt. Mitstreiter der Tierrettung Potsdam fingen die Tiere ein, die sich zum Teil in einem schlechten Zustand befanden. Drei Nager verstarben trotz tierärztlicher Behandlung, den anderen soll es inzwischen besser gehen.

Woher die Tiere stammen und wer sie ausgesetzt hat, ist unklar. Das Drama um die Nager hatte sich bereits vor Ostern abgespielt. Wer jemanden kennt, der viele Meerschweinchen hatte und sie angeblich abgeben konnte, soll sich beim Veterinäramt melden. Außerdem wird für die geretteten Nager ein „neues, verantwortungsvolles Zuhause“ gesucht: 03381/53 32 71.

Der Vorsitzende des Potsdamer Tierschutzvereins (TSV), Niklas Wanke, äußerte sich gegenüber MAZ enttäuscht über die in der Ausschreibung angesetzte Vertragsdauer. Er hatte gehofft, dass der TSV, der auf dem Sago-Gelände an der Michendorfer Chaussee ein neues Tierheim für Potsdam errichten will, sich bei einer zügigen Fertigstellung des Projekts schon eher an einer nächsten Ausschreibung zur Aufnahme und Verwahrung der Potsdamer Tiere bewerben kann. Die Ausschreibung soll im nächsten Hauptausschuss diskutiert werden.

Von Volker Oelschläger

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