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Potsdam Zum fünften Mal findet die "Stadt für eine Nacht" statt
Lokales Potsdam Zum fünften Mal findet die "Stadt für eine Nacht" statt
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14:40 02.07.2014
Bei der "Stadt für eine Nacht" 2013. Quelle: Christel Köster
Potsdam-Schiffbauergasse

Im fünften Jahr ihres Bestehens ist die „Stadt für eine Nacht“ in der Lage, sich die Akteure des Kultur- und Kreativ-events auszusuchen. Eigentlich hätte man 40 „Bewohner“ für die zentralen Pavillons haben können, einziehen werden am 12. und am 13. Juli „nur“ 35. Nimmt man die Kulttureinrichtungen der Schiffbauergasse hinzu, sind am zweiten Juliwochenende auf dem Standort 90 Künstler-, Wissenschafts-, Handwerker- und sonstige Gruppen aktiv, darunter auch neue Teilnehmer wie die „Pro Potsdam“. Auf dem Areal gibt es ab Sonnabend, 14 Uhr, 86 Veranstaltungen zu erleben.

„In welcher Stadt und in welcher Zukunft wollen wir leben?“, fragt der Ideengeber des Projekts, der Intendant des Hans-Otto-Theaters (HOT), Tobias Wellemeyer. Die Zukunft Potsdams ist zentrales Thema der Jubiläumsveranstaltung. Viele Akteure haben sich Gedanken gemacht, wie nachhaltiges Leben in Potsdam auch im Jahr 2050 möglich sei. Potsdam hat sich in diesem Jahr der 2006 in England entstandenen „Transition“-Bewegung angeschlossen. Überall auf der Welt versuchen neue Initiativen, ein urbanes Leben ohne fossile Rohstoffe einzuleiten. Zu dieser Ökobewegung gibt es in der Reithalle die ganze Nacht lang Vorträge, Debatten und Installationen. Der Architekturprofessor Ludger Brands von der Fachhochschule Potsdam, stellt zum Beispiel um 17.30 Uhr die Frage, ob ökologisches und ästhetisches Bauen tatsächlich im Widerspruch zueinander stehen.

In dieses Themenfeld gehört auch die „Potsdam-WG“, mit der die Pro Potsdam zum ersten Mal einen eigenen Kubus bespielt. Die Aussteller sprechen über die künftige Gestalt von Potsdams Mitte und über die des Bornstedter Feldes. Die Jüngsten können sich zusätzlich über eine neue Publikation der Wohnungsgesellschaft freuen: Das Wimmelbuch stellt in bunten Bildern eine überraschend vielfältige Kommune vor. – Natürlich spielen auch freie Kulturträger eine ganz große Rolle. In deren Namen verspricht „Waschhaus“-Geschäftsführer Siegfried Dittler ein einziges „Kulturkonzentrat“. Im T-Werk lässt das Theater Handgemenge die Zeitzeugin Brunhild das Schicksal der Nibelungen auferstehen, in der Wiese vor der Waschhausarena ziehen Besucher der „Silent Disco“ mit Kopfhörern tanzend ihr eigenes Ding durch, während es im Kesselhaus bei der Trommelsession zum Mitmachen ohne Ohrenschützer kaum auszuhalten sein wird. Das städtische HOT ist derweil mit seinem Kinderstück „Drachen und Ritter“ sowie dem Open-Air-Event „Ladies Night“ vertreten.

Und damit die angepeilte Besucherzahl von mindestens 25000 erreicht wird, ist nicht nur der Eintritt frei. In der Schinkelhalle können WM-Fans sogar das Spiel um den dritten Platz verfolgen – um den sich Holland und Brasilien streiten müssen, wie Waschhaus-boss Dittler ganz fest glaubt.

 Von Rüdiger Braun

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