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Potsdam HOT feiert zweiten Saisonauftakt
Lokales Potsdam HOT feiert zweiten Saisonauftakt
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00:21 07.10.2018
Julian Mehne, „Eichhörnchen“ Benno Lehmann und Peter Wagner (v.l.) in „Haus Blaues Wunder“.
Julian Mehne, „Eichhörnchen“ Benno Lehmann und Peter Wagner (v.l.) in „Haus Blaues Wunder“. Quelle:  
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Ronja Räubertochter und ihr Vater Mattis begrüßen das Publikum am Sonnabend um 16.30 Uhr vor der Reithalle zum zweiten Teil des Saisonauftakts am Hans-Otto-Theater (HOT). Ab dem 9. November stehen Bo-Phyllus Strubbe und Oliver Breite als Hauptdarsteller des diesjährigen Weihnachtsmärchens auf der Bühne des Großen Hauses. Höhepunkt des Vorprogramms zur mittlerweile dritten Premiere des neu formierten Theater-Ensembles sind Luftballons, die mit den Wünschen des jungen Publikums – auf Zetteln von einem Bären eingesammelt – zum Himmel aufsteigen sollen. An einem Stand wird eine Krähe ein blaues Getränk ausreichen, passend zum „Blauen Wunder am Tiefen See“ als dem Motto des Abends. Und als Einstimmung auf eine weitere Inszenierung für Kinder: „Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle“ erzählt von zwei Tieren, die mit einem Zauber ihre Körper tauschen. Premiere ist im Januar.

„Haus Blaues Wunder“ ist der Titel des Kinderstücks, das dann um 17 Uhr in der Reithalle zwei sehr gegensätzliche Herren in eine Wohngemeinschaft zwingt. Weil noch unklar ist, wem der beiden das Haus gehört, ziehen Goldbeutel (Peter Wagner) und Pfefferkorn (Julian Mehne) fürs erste einfach gemeinsam ein. Das Problem: Pfefferkorn genügen ein Koffer und sein Eichhörnchen „Badesalz“ (Benno Lehmann), Goldbeutel hingegen rückt mit einem Berg von Umzugskisten an.

Um 18 Uhr beginnt im Großen Haus das Programm für das ältere Publikum. Vertraute und hinzugekommene Mitglieder des neuen Ensembles stellen sich im Glasfoyer mit kurzen Szenen, Geschichten und Liedern aus ihrer Heimat vor. Um 19.30 Uhr folgt mit Bertolt Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“ auf der großen Bühne die zweite Premiere dieses Abends. Malte Kreutzfeldt hat die Geschichte über drei Götter inszeniert, die auf der Erde gute Menschen finden sollen, damit die Welt so bleiben kann, wie sie ist.

Angekündigt sind zur Abrundung des zweiten Eröffnungsabends der Saison Foodtrucks und ein Cocktailzelt am Tiefen See. Im Glasfoyer spielt ab 22.30 Uhr die Potsdamer Band Soul Dressing zum Tanz auf. Die Premieren sind ausverkauft, Restkarten gibt es möglicherweise an der Abendkasse. Das übrige Programm gibt es bei freiem Eintritt.

Am Sonntag folgen mit „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge im Großen Haus und „Paradies spielen (Abendland. Ein Abgesang)“ von Thomas Köck in der Reithalle die Inszenierungen, mit deren Premieren das Ensemble die neue Spielzeit am vergangenen Wochenende eröffnet hat. Die Vorstellungen beginnen zeitgleich um 19.30 Uhr.

Die nächste Potsdam-Premiere steht am 11. September auf dem Programm: „Als ich ein Kind noch war“ ist der Titel des DDR-Liederabends mit Musik der Roten Gitarren, von Veronika Fischer, Ute Freudenberg, den Puhdys, Reform und vielen anderen, den die neuen Ensemblemitglieder Bettina Riebesel und Jörg Dathe aus ihrem letzten Bühnen-Engagement in Konstanz ans HOT mitgebracht haben.

 

Von Volker Oelschläger