Zwei neue Impfzentren in Potsdam in der Schinkelhalle und der Metropolishalle
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Potsdam Impf-Offensive in Potsdam: Hier sollen zwei neue Impfzentren entstehen
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Zwei neue Impfzentren in Potsdam in der Schinkelhalle und der Metropolishalle

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17:17 25.11.2021
Impfzentrum Metropolishalle am 16. Juli 2021.
Impfzentrum Metropolishalle am 16. Juli 2021. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Potsdam

Stundenlange Wartezeiten, Polizeieinsätze und Impf-Frust sollen in Potsdam bald der Vergangenheit angehören. Nach MAZ-Informationen hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) im Stab die Einrichtung von zwei Impfzentren beauftragt – in der Metropolishalle in Babelsberg und der Schinkelhalle an der Schiffbauergasse. Damit soll ein möglichst ausreichendes Angebot an Corona-Impfungen für Potsdam und die Region vorgehalten werden.

Um die langen Warteschlangen zu vermeiden, werden in den Impfstellen wieder feste Termine vergeben. Die mobilen Impf-Angebote, bei denen Impfwillige auch spontan vorbeikommen können, will die Stadt darüber hinaus beibehalten. Wann die Impfzentren an den Start gehen, hängt dem Vernehmen nach vor allem von der Zusage und Lieferung von Impfstoffen ab.

Erstimpfungen nehmen in Potsdam deutlich zu

Wie dringend nötig diese Zentren sind, zeigen nicht nur die aktuellen Rekordzahlen von 247 Neuinfektionen und einer Inzidenz von 402 in Potsdam, sondern auch der Andrang auf die mobilen Impfaktionen – zuletzt am Donnerstag in der Bundesagentur für Arbeit am Horstweg. Dort standen am Vormittag bereits mehr als 500 Menschen in der Schlange, lediglich 200 konnten laut DRK geimpft werden. Wut und Frust der Abgewiesenen waren erneut so groß, dass das DRK die Polizei um Hilfe bat. Die stellte zur Absperrung der Schlange ein Schild auf: „Impf-Stopp! Bitte nicht mehr anstellen. Impfkapazität erreicht.“

Bisher waren es vor allem bereits Geimpfte, die in den Warteschlangen standen und auf eine Booster-Impfung hofften. Inzwischen steigt die Nachfrage nach Erstimpfungen. Am Mittwoch waren von den insgesamt 219 Impfungen, die bei der Aktion in der Universität im Neuen Palais verabreicht wurden, die meisten Erstimpfungen (121). Auf Platz zwei folgten die Auffrischungsimpfungen (86), auf Platz drei die Zweitimpfungen (12). Ein Trend, der sich auch bei der Impf-Aktion am Samstag in der Innenstadt bereits abzeichnete. Dort wurde insgesamt 339 Mal geimpft – 176 Auffrischungsimpfungen, 151 Erst- und 12 Zweitimpfungen.

Von Anna Sprockhoff und Saskia Kirf