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Potsdam So wird am Sonntag gewählt
Lokales Potsdam So wird am Sonntag gewählt
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22:11 21.09.2018
Der Stimmzettel zur Oberbürgermeisterwahl 2018.
Der Stimmzettel zur Oberbürgermeisterwahl 2018. Quelle: Stadtverwaltung
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Potsdam

Die Wahlurnen und die Wahlkabinen, die sonst in einem Bürocontainer auf dem Gelände der Stadtverwaltung lagern, sind bereits mit der Fahrbereitschaft an ihre Bestimmungsorte gebracht worden. 131 Wahllokale gibt es. Los geht’s am Sonntag um 8 Uhr; um 18 Uhr werden die Türen geschlossen. Etwa 141 000 Potsdamer müssen sich zwischen sechs Kandidaten entscheiden – vor acht Jahren gab es 127 000 Wahlberechtigte. Zweieinhalbtausend junge Menschen zwischen 16 und unter 18 Jahren sind diesmal erstmals wahlberechtigt.

Wahlleiter Michael Schrewe hat im Vorfeld eine Bitte an alle Wähler: „Wichtig ist, es darf nur ein Kreuz gemacht werden. Bei Oberbürgermeisterwahlen gibt es nur eine Stimme, nicht wie beispielsweise bei einer Bundestagswahl eine Erst- und eine Zweitstimme.“ Dass jemand in der Kabine sein Herz gleich mehrfach an Kandidaten verschenkt, kommt offenbar doch ab und zu vor. Deshalb Schrewes Warnung: „Stimmzettel ohne Kreuz, mit mehreren Kreuzen oder mit Bemerkungen oder weiteren Namen versehen sind ungültig.“ Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) appelliert an die Potsdamer, von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen. Denn: „Wenn Sie nicht wählen, entscheiden das andere für Sie.“ Gerade „in diesen aufgewühlten Zeiten“ sei das Bekenntnis zu Demokratie und Freiheit wichtig, so die Botschaft des Stadtoberhauptes. Kleiner Blick zurück: 2010 gingen 45,9 Prozent der Potsdamer zur Hauptwahl des Oberbürgermeisters, acht Jahre zuvor nur 40,4 Prozent. Generell liegt die Wahlbeteiligung bei den Bundestagstagswahlen sowie bei den Kommunalwahlen höher als bei den OB-Wahlen. Immer mehr in Mode kommt die Briefwahl; mehr als 20 000 Bürger haben diesmal diese Möglichkeit genutzt.

Alle Bürger sind am Sonntag eingeladen, ab 17 Uhr in den Plenarsaal des Rathauses zu kommen und dort live die Auszählung auf Leinwänden zu verfolgen. „Es wird drei Leinwände geben – eine draußen auf dem Flur, zwei im Plenarsaal“, erläutert Schrewe. Nach einem kleinen Rückblick auf die zurückliegenden Wahlen geht es ab 18 Uhr mit der Auszählung los. Wenn alles planmäßig läuft, ist mit einem Ergebnis zwischen 19.30 und 20 Uhr zu rechnen.

Könnte es auch SOS-Momente am Wahltag geben – wenn zum Beispiel die IT-Unterstützung bei der Ergebnisermittlung und Zusammenfassung zusammenbrechen sollte? Auch da muss man nicht verzweifeln, denn: „Wenn das PC-Netz ausfällt, haben wir auch eine Laptop-Lösung“, beruhigt Schrewe.

Von Ildiko Röd