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Prignitz Mächtig prächtig: Elb-Havel-Schau mit mehr als 500 Tieren
Lokales Prignitz Mächtig prächtig: Elb-Havel-Schau mit mehr als 500 Tieren
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11:55 27.10.2019
Mehr als 500 Hühner, Enten, Tauben, Gänse und Kaninchen wurden bei der 65. Elb-Havel-Schau präsentiert. Quelle: Jens Wegner
Glöwen

Mehr als 500 Tiere waren am Wochenende bei der 65. Elb-Havel-Schau des Kleintierzuchtvereins Havelberg und Umgebung im Saal der Glöwener Gaststätte „Zur Quelle” zu sehen. Viele Besucher kamen, um sich die 203 Hühner, 179 Tauben, 77 Enten und Gänse sowie 51 Kaninchen anzusehen.

Für die Gäste gab es außerdem eine große Tombola mit der Verlosung von rund 800 Preisen, die 70 bis 80 Sponsoren gespendet hatten. Großer Andrang herrschte auch beim Tierverkauf.

77 Enten und Gänse gab es bei der 65. Elb-Havel-Schau in Glöwen zu sehen. Quelle: Jens Wegner

„Wir feiern dieses Jahr unser 65-jähriges Vereinsjubiläum. Wir sind mit einem Durchschnittsalter von 47 Jahren ein recht junger Verein. Unser ältestes Vereinsmitglied, Leonard Zerbin aus Kyritz, ist 85 Jahre alt”, sagte Marco Piers, zweiter Vereinsvorsitzender und Ausstellungsleiter.

Um Nachwuchs muss sich der Verein derzeit also keine Sorgen machen, auch nicht um die vielen Sponsoren, die den Verein unterstützen. Marco Piers dankte ihnen dafür. „Dieses Jahr hatten wir wieder sehr mit der Trockenheit und der Hitze zu kämpfen. Den Klimawandel merken wir auch in der Tierzucht”, blickte Piers auf das Züchterjahr zurück.

Die Tiere mauserten durch. Das sehe dann nicht so hübsch aus. Diese Tiere könne man schlecht der Jury vorstellen. „Aber wir sind stolz, dennoch solche Zahlen erreicht zu haben. Das ist irre”, freute er sich. So bewerteten die Preisrichter wieder die Tiere der Züchter aus der Prignitz, aus Ostprignitz-Ruppin und der Altmark und vergaben ihre Punkte.

Viele Besucher schauten sich die Tiere in der Ausstellung an - mehr als 500 wurden in den Käfigen gezeigt. Quelle: Jens Wegner

Bewertet wurde nach den Rassemerkmalen, für die es in Deutschland einen Standard gibt, nach Farbe und weiteren Eigenschaften. Wie immer wurden auch dieses Mal wieder Leistungspreise vergeben und die Züchter mit Pokalen geehrt.

Für den Titel Vereinsmeister muss der Züchter vier Tiere einer Rasse des gleichen Farbschlags haben. Und es müssen alles Jungtiere sein. Beim Leistungspreis werden fünf Tiere einer Rasse, einer Farbgebung und beiden Geschlechts als Kollektion bewertet.

Marko Puppich und Steve Piers (v.l.) präsentieren ihre Zuchterfolge. Quelle: Jens Wegner

Den Leistungspreis Kaninchen erhielt Günter Weimann für seine Alaska mit 385 Punkten. Den Leistungspreis Wassergeflügel errang Thomas Heinke für seine Zwergente wildfarbig grob gescheckt mit 478 Punkten.

An Steve Piers ging der Leistungspreis Hühner und Zwerghühner. Für seine Zwerg-New-Hampshire weiß erzielte er 476 Punkte. Der Leistungspreis Tauben ging an Klaus Niechziol für seine Arabische Trommeltaube gelb-atlasfarbig mit 475 Punkten.

Klaus Niechziol, rechts neben Thomas Heinke, räumte die meisten Preise ab. Quelle: Jens Wegner

Elb-Havel-Pokale und damit die Vereinsmeisterpreise in den Kategorien Kaninchen, Wassergeflügel, Zwerghühner und Hühner sowie Tauben gingen an Marco Poschmann (384,5 Punkte), Thomas Heinke (383 Punkte), Steve Piers (382 Punkte) und Klaus Niechziol (381 Punkte).

Thomas Heinke zeigte eine Deutsche Pekingente aus der Zucht von Steve Piers. „Die steht auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. Der Markt verlangt sie nicht mehr. Die Mastzeit dauert zu lange. Sie sind aber wichtig für den Genpool”, sagte er.

Thomas Heinke zeigt eine vom Aussterben bedrohte Deutsche Pekingente. Quelle: Jens Wegner

„Schön, dass der Verein so was auf die Beine stellt. Das sind wunderschöne Tiere”, lobte Ausstellungsbesucher Hubert Richwien aus Quitzöbel. Seine Frau Hanna hat sich selbst vier Hühner angeschafft, „um frische Eier zu haben und aus Freunde an den Tieren”.

Von Jens Wegner

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