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Prignitz Ein Dorf blickt zurück auf 700 Jahre Geschichte
Lokales Prignitz Ein Dorf blickt zurück auf 700 Jahre Geschichte
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09:51 24.08.2018
Historische Dorfansichten von Preddöhl: die alte Schule Quelle: privat
Preddöhl

700 Jahre Dorfgeschichte aufzuarbeiten ist eine große Aufgabe. Das vergangene Jahrhundert immerhin lässt sich bildlich sehr gut dokumentieren – auch für Preddöhl.

Steffen Sadowski, Bürgermeister der Gemeinde Kümmernitztal, zu der Preddöhl gehört, hat eine Vielzahl von Bildern zusammengetragen, auf denen gut zu sehen ist, was sich so alles im Dorf getan hat. Etwa das Gemeindehaus, früher der Dorfkonsum, der jetzt so schick aussieht: Dort finden sich noch Aufnahmen aus der Zeit seines Baus zu DDR-Zeiten.

Preddöhl ist ein schönes Dorf. Wie es einmal aussah und heute aussieht, lässt sich ganz anhand einiger historischer und aktueller Aufnahmen zeigen.

Auch die Kirche und die Dorfstraße im Wandel der Zeit lassen sich gut dokumentieren. Beim Zeigen der Bilder schwelgt das Dorfoberhaupt selbst in Erinnerungen. Denn auch wenn er selbst eigentlich aus dem Erzgebirge stammt, hatte er per Verwandtschaft schon immer einen Bezug zum Ort – bis er schließlich ganz dort hinkam.

Die Bilder zeigen eins ganz klar: Vieles ist schöner geworden im Laufe der Jahre, wenn auch nicht jedes Gebäude. Die Villa Maria etwa, dereinst errichtet vom Wunderheiler Paul Cornelius Buss. Nach wechselvoller Geschichte befindet sie sich in Privatbesitz. Allerdings tut sich nicht viel, und das einstige Bade­becken ist längst zugewachsen.

Auf der anderen Seite gibt es wohl kaum einen Ort vergleichbarer Größe in der Region mit inzwischen gleich zwei gastronomischen Einrichtungen, von denen Sadowski eine, betreibt, nämlich den traditionellen Dorfkrug. Und es gibt jeder Menge anderer Häuser im Ort, die mittlerweile in neuem Glanze erstrahlen.

Nun steht die 700-Jahr-Feier ins Haus. Für Donnerstag waren die Leute aufgerufen, das Dorf zu schmücken. Wie bereits berichtet, wurde jetzt das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufgearbeitet – der Erlös des Festes soll dafür verwendet werden.

Dorfansichten von Preddöhl im August 2018. Quelle: Bernd Atzenroth

Im Jahre 1318 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt. „Predule“ heißt so viel wie „vor dem Tal“. Das ist auch die Zeit, in der die alte Feldsteinkirche errichtet wurde, die noch heute das Dorfbild von nah und fern prägt und in der am Samstag um 13 Uhr die Feiern mit einem Gottesdienst beginnen werden.

Die Dorfgeschichte spielt natürlich bei der Jubiläumsfeier am Samstag, 25. August, eine Rolle, vor allem die vom Ritter von Preddöhl, der dereinst mit Dietrich von Quitzow kämpfte und den Hohenzollern unterlag. In historischen Kostümen wird die Geschichte des Ritters von Predule um 14.30 Uhr aufgeführt.

Dorfansichten von Preddöhl im August 2018: Hier der Stausee. Quelle: Bernd Atzenroth

Natürlich passiert an diesem Tag noch viel mehr: Den musikalischen Beitrag des Nachmittags liefert von 15 bis 17 Uhr das Duo Retiet und Böwe. Um 16 Uhr steht dann eine historische Modenschau auf dem Plan. Und nach so viel Aktivitäten am Nachmittag soll das Fest dann ab 20 Uhr mit Musik und Tanz im Dorfkrug weitergehen.

Der Sonntag, 26. August, steht dann im Zeichen musikalischer Aktivitäten. Los geht es um 10 Uhr mit dem Drehorgelorchester aus Schwerin. Im Anschluss steht von 11 bis 13 Uhr eine musikalische Darbietung des Posaunenchors Falkenhagen auf dem Programm. An beiden Tagen sorgt die Freiwillige Feuerwehr Preddöhl für Getränke und Speisen vom Grill.

Von Bernd Atzenroth

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