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Prignitz Auf den Spuren von Flora und Fauna
Lokales Prignitz Auf den Spuren von Flora und Fauna
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00:34 18.05.2018
Die Klasse 1a der Quandtschule erkundete das Hainholz. Revierförster Karsten Neumann (l.) erklärte ihnen Flora und Fauna. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Von der Waldschule aus braucht man gar nicht weit ins Pritzwalker Hainholz hineinzugehen, um viele interessante Entdeckungen zu machen. Bereits auf Höhe des Hainholzbades konnte am Dienstag Revierförster Karsten Neumann Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a an der Pritzwalker Quandtschule Einiges über das Besondere in Flora und Fauna erklären.

So machten sie sich an dieser Stelle auf die Spuren der Fledermäuse. Neumann unternahm mit den Erstklässlern auch ein paar kleine Wissenstests. „Welche Tiere aus dem Wald kennt Ihr?“ fragte er in die Runde, und jedes Kind sollte ein Tier nennen. Was mit Hirsch, Reh und Fuchs am Anfang noch einfach war, wurde zum Schluss hin immer schwieriger. Aber der Revierförster half auch weiter: „Wer wohnt denn mit dem Fuchs zusammen in einem Bau?“ wollte er wissen. Die richtige Antwort natürlich: der Dachs.

Klassenlehrerin Angelika Tönse nimmt ein Kind beim Balancieren auf einem Baumstamm an die Hand. Quelle: Bernd Atzenroth

Weiter ging es zu einem gefällten Baum, einer Rotbuche, die von Weißfäule befallen war, wie Neumann erklärte. „Woran erkennt man das Alter eines Baumes?“, fragte Karsten Neumann nun. Die Kinder mussten nicht lange überlegen, bis ihnen die richtige Antwort einfiel. „An den Ringen“, sagte eines, woraufhin Neumann ihnen das ganz genau an dem Rotbuchenstamm zeigte.

„Und wie alt ist der Baum geworden?“ fragt er nun. „1000 Jahre“ rief ein Kind. Nein, ganz so alt war die Rotbuche dann doch nicht: Etwa 120 Jahre ist dieser Baum alt geworden. 1000-jährige Bäume gibt es aber tatsächlich nicht weit entfernt in Mecklenburg. Bevor es weiterging, dürften alle Kinder noch einmal über den Baumstamm balancieren.

Jeden Tag eine andere Station

Das Waldprojekt ist schon eine Tradition an der Quandtschule. Gedacht ist es für die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassenstufen. Diesmal sind also eine erste, eine zweite und zwei Flexklassen dabei. Als Lehrerin ist Sylvia Kiekbach verantwortlich für das ganze Projekt.

Im Gegensatz zu den Vorjahren hat man sich an der Schule dafür entschieden, die einzelnen Stationen nicht aufzusplitten, sondern sich an den vier Tagen im Wechsel jeden Tag Zeit für eine andere zu nehmen. Die Klasse 1a zum Beispiel war bereits am Montag im Tierhof, wovon Klassenlehrerin Angelika Tönse auch am Folgetag noch sehr angetan war.

Wissenstest: Karsten Neumann wollte wissen, welche Waldtiere die Kinder kennen. Quelle: Bernd Atzenroth

Nach der Wanderung am Dienstag stehen für die Klasse 1a noch Waldquiz und Schatzsuche sowie ein Besuch des Naturkundemuseums im Hainholz auf dem Programm, durch das sein Begründer Rudolf Scholz führen wird. Andere Klassen haben das schon hinter sich, und Sylvia Kiekbach war dabei. Im Anschluss an den Museumsbesuch stand noch Basteln mit Naturmaterialien auf dem Programm.

Von der Organisation begeistert

Eins ist Sylvia Kiekbach wichtig zu sagen: „Von der Organisation waren wir in diesem Jahr richtig begeistert“, sagt sie.Vorab hatte sie sich mit Susanne Aßmann von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zusammengesetzt und das ganze Vorhaben geplant. „Am Freitag bleiben wir dann in der Schule“, erklärt sie weiter. Dann nämlich steht die Auswertung das Waldprojekts an. „Wir basteln noch einmal Plakate“, fährt sie fort. Und diese sollen auch noch einmal das Thema Eichhörnchen aufgreifen.

Von Bernd Atzenroth

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