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Prignitz Aussichtsplattform über der Stadt
Lokales Prignitz Aussichtsplattform über der Stadt
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14:41 02.01.2015
Rechtsamtsleiter Dietmar Sachs koordiniert das Großprojekt. Quelle: Claudia Bihler
Pritzwalk

"Eigentlich hätten wir uns ursprünglich einmal gewünscht, dass Besucher auf den Turm der Sankt-Nikolai-Kirche steigen können und dort über die Stadt blicken können", sagt Dietmar Sachs, Rechtsamtsleiter der Pritzwalker Stadtverwaltung, "doch der Turm kann wohl nicht für Besucher geöffnet werden". Umso mehr freut sich Dietmar Sachs über ein neues Konzept, das nun doch ermöglichen soll, die Stadt Pritzwalk einmal von oben zu sehen. Der Turm der Alten Tuchfabrik soll zu einem Aussichtsturm umgebaut werden und in das Konzept für den Ausbau von neuen Museumsräumen integriert werden.

Am Tag des offenen Denkmals konnten die Besucher erstmals einen Blick auf die Planungen für den Museumsteil werfen. Eigentlich war dessen Ausbau erst im Anschluss an den Wohnungsbau geplant. Doch nun werden Teile des Museumsbaus vorgezogen: Einerseits, weil ein Teil der geplanten Wohnungen einen Balkon erhalten sollen, die auf dem Dach des künftigen Museumsbaus angeordnet werden. "Deshalb müssen wir zumindest mit der Außenhülle des Museums beginnen", sagt Sachs. Andererseits ist nun geplant, den gesamten Umbau der Tuchfabrik für über acht Millionen Euro bereits Ende 2017 fertigzustellen: "Das ist durch die Spende und das zinslose Darlehen der Familie Quandt möglich geworden", sagt Sachs. Das zinslose Darlehen soll dabei ermöglichen, die Fördermittel vorzufinanzieren, die ansonsten erst nach Genehmigung aus dem Stadtumbauprogramm fließen würden.

Der riesige Komplex der Tuchfabrik wird in drei Abschnitten umgebaut: Der Teil, in dem künftig die Pritzwalker Bildungsgesellschaft Unterrichts- und Funktionsräume erhalten soll, ist bereits weit fortgeschritten. Und auch beim Wohnungsbau wurde das Gebäude so weit winterfest gemacht, dass der Innenausbau bis zum Frühling weitergehen kann. Der Museumsteil sollte erst nach Abschluss dieser Arbeiten beginnen. "Da müssen wir uns jetzt natürlich sehr beeilen", sagt Sachs. Denn einerseits liegen bereits grobe Ideen vor, andererseits müssen die Planungen nun konkret ausgearbeitet werden.

Auch für das Museum gibt es bereits Vorstellungen. "Die Planungen werden aber in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Brauereimuseum in den nächsten Monaten konkretisiert", sagt Sachs. Das grobe Konzept steht allerdings bereits fest. Etwa 1200 Quadratmeter Fläche stehen künftig für das Museum zusätzlich zur Verfügung, zusätzlich zu den heutigen Räumen auf dem ehemaligen Brauereigelände. Im Erdgeschoss wird auf rund 600 Quadratmetern die Ausstellung zur Pritzwalker Industriegeschichte wesentlich erweitert werden können, zudem soll ein Museumsshop mit kleinem Café Platz finden. "Die Ausstellung des heutigen Museums wird wohl komplett überarbeitet und erweitert werden", sagt Sachs. Im Obergeschoss auf weiteren 500Quadratmetern soll das künftige Handwerkermuseum Platz finden: Die Verantwortung für die Gestaltung der Ausstellung hat der ehemalige Kreishandwerksmeister, der Dachdeckermeister Lothar Hildebrandt, übernommen.

Der Turm soll schließlich die Gäste einmal quer durch die Geschichte der Stadt führen: Im Erdgeschoss beginnt diese mit der Ur- und Frühgeschichte und endet auf der Aussichtsplattform auf dem Dach: "Hier können die Besucher einen Blick auf die Gegenwart der Stadt nehmen", sagt Sachs. Das alte und das neue Museumsgebäude werden zudem mit der alten Industriebrücke verbunden, die sich früher einmal über den Hof der Tuchfabrik spannte. "Mit dem Umbau sind dann auch mehr museumspädagogische Angebote möglich", ist er sich sicher.

Von Claudia Bihler

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