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Prignitz Autofahrer (2,11 Promille) rast auf A 24 unter Lkw
Lokales Prignitz Autofahrer (2,11 Promille) rast auf A 24 unter Lkw
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16:21 17.01.2017
Der Fahrer dieses Wagens hatte einen Schutzengel. Der Mann wurde nur leicht verletzt. Quelle: Feuerwehr
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Wittstock

Ein Schutzengel saß offenbar als „Beifahrer“ im Kleinwagen, der am Montagnachmittag mit hoher Geschwindigkeit auf der A 24 bei Wittstock in der Nähe der Autobahnabfahrt Meyenburg in Richtung Hamburg unter das Heck eines Sattelzugaufliegers gerauscht war. Der Autofahrer war allein im Wagen und wurde nur leicht verletzt.

Dach bis auf Kopfstütze runtergedrückt

Als er ins Lkw-Ende fuhr, wurde das gesamte vordere Dachteil des Kleinwagens bis auf die Kopfstützen der Vordersitze heruntergepresst. Das Auto schleuderte nach links in die Mittelschutzplanken und prallte mit mehreren Drehungen wieder zurück bis zur rechten Seitenschutzplanke. Erst dann blieb der Unfallwagen stehen.

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Unfall auf der A 24 in der Nähe der Abfahrt Meyenburg. Quelle: Feuerwehr

Die Alarmmeldung zur Hilfeleistung ging am Montag um 15.29 Uhr in der Wittstocker Feuerwehr ein. Beim Anblick der Unfallstelle und des Zustandes des Kleinwagens staunten die zwölf Feuerwehrleute nicht schlecht, dass der Unfallfahrer so glimpflich davon gekommen war. Der Mann befand sich bereits im Rettungswagen.

Die Wittstocker Feuerwehr war im Einsatz. Quelle: Feuerwehr

Des Rätsels Lösung für diesen letztlich für ihn noch glücklichen Ausgang des Unfalles war wohl die Geistesgegenwart des Fahrers. Er hatte sich angesichts des kommenden Aufpralls auf das Sattelzugende zur Mittelkonsole in seinem Pkw hin tief geduckt, so dass er vor möglichen schwersten Kopfverletzungen geschützt blieb, als sich seine Motorhaube und der gesamte Frontscheibenbereich unter den Auflieger geschoben hatte.

Vize-Wehrführer: „Ein Beifahrer hätte keine Chance gehabt“

„Ein Beifahrer in diesem Auto hätte wohl keine Chance gehabt“, sagte Wehrführer-Stellvertreter Mathias Krüger von der Wittstocker Feuerwehr. Die Kameraden sicherten ihre Einsatzstelle, klemmten im Kleinwagen die Batterie ab und überzeugten sich an den beiden Unfallfahrzeugen, dass keine Betriebsstoffe als Unfallfolge auslaufen. Ihr Einsatz war dann gegen 17.29 Uhr beendet.

Unfallursache noch unklar

Warum der Kleinwagen ungebremst mit hoher Geschwindigkeit unter den Sattelzugauflieger des vorausfahrenden Lkw geraten war, blieb noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Von Gerd-Peter Diederich

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